In Baden-Württemberg sind fast 1000 Hausarztsitze unbesetzt – die „Regiodocs“ leisten mit ihren fünf vernetzten Praxen auch in Sulgen einen Beitrag zur hausärztlichen Versorgung.
Bei seiner Wahlkreistour stattete der Rottweiler Landtagsabgeordnete ein Besuch bei den „Regiodocs“ in Sulgen ab. Teufel zeigte sich laut Mitteilung seines Büros begeistert, als er von den leitenden Ärzten Gebhard Pfaff und Simon Klausmann in den modernen und gut durchdachten Räumlichkeiten empfangen wurde: „Der ländliche Raum kann Vorreiter für moderne medizinische Versorgung sein – wenn Mut, Unternehmergeist und gute Rahmenbedingungen zusammenkommen“, so Teufel.
Mit fünf vernetzten Praxen, 41 Mitarbeitern – darunter 12 Ärztinnen und Ärzte – leiste „Regiodocs“ einen herausragenden Beitrag zur hausärztlichen Versorgung in der Region. Pfaff erklärt: „Das Konzept verbindet klassische Hausarztmedizin mit innovativen Ansätzen wie digitaler Dokumentation, moderner Praxisorganisation und interdisziplinärem Arbeiten im Team“.
Gerade für den ländlichen Raum, wo viele Hausarztpraxen altersbedingt vor der Schließung stehen, sei dieses Modell ein Hoffnungsträger. In Baden-Württemberg seien aktuell fast 1000 Hausarztsitze unbesetzt. Der Nachwuchs fehlt, und die Herausforderungen in der Versorgung nehmen zu.
So will das Land Nachwuchs gewinnen
Teufel berichtet aus Stuttgart von verschiedenen strukturellen Maßnahmen: „Wir haben die Landarztquote eingeführt: Wer sich für den Dienst in unterversorgten Regionen verpflichtet, erhält bevorzugt einen Medizinstudienplatz – unabhängig vom Abiturschnitt. Ein wichtiger Baustein, um langfristig Nachwuchs für die Regionen zu gewinnen“, erzählt er.
Teufels Fazit: „Versorgungssicherheit beginnt vor Ort. Wir müssen den ländlichen Raum nicht als Problem sehen – sondern als Ort der Chancen. ‚RegioDocs‘ zeigt, wie Zukunft gelingen kann: mit digitalen Lösungen, regionaler Verantwortung und einem starken Team.“