Gespannte Stille bei den Kindern in Bittelbronn bei der Aufführung des Präventionstheaters mit dem Stück „Wildes W-Land“. Foto: AOK

Sozialpädagogin Monika Wieder war mit dem Präventionstheater „Mach was“ zu Gast in Bittelbronn.

Seppi zum Spielen. Das Lieblingsspiel der Freunde ist die Talentshow, wo jeder mit seiner Besonderheit oder seinem Können glänzen kann. Dabei ist jeder am Ende der Gewinner, und die Freunde haben wilden Spaß dabei.

 

Eines Tages kommt Lilly hinzu, und bringt ein „Alleskönner-Kästchen“ mit. „Da drin ist die ganze Welt“, prahlt Lilly, die gar nicht mit den anderen kleinen Tieren mitspielen möchte. Nach und nach wollen die Tiere nur noch mit so einem Kästchen spielen… Gespannt blicken die 24 Kinder des städtischen Kindergartens Bittelbronn auf Monika Wieder vom Präventionstheater „Mach was“. Die diplomierte Sozialpädagogin, Theaterpädagogin, Regisseurin, Autorin und Schauspielerin hat das Stück selbst geschrieben. Mit Unterstützung der AOK Neckar-Alb konnte das neue Mitmachtheater zur Stärkung der Medienkompetenz im Kindergartenalter in Bittelbronn aufgeführt werden.

Die Kindergartenleiterin Elke Schwenk und ihr Team hatten am Vorabend einen Elternabend einberufen, um das neue Theaterstück „Wildes W-Land“ vorab den Eltern zu zeigen.

Dank des denkenden Esels Emil werden die Freunde wieder in die echte Welt geholt. Und zwar durch einen Sinnessturm aus Pusten, mit den Fingern trommeln, Hände in die Höhe strecken, Hüpfen und Schreien: „Weg von dem funkelnden Ding, hinein in den Freundschaftsring“.

Das Theater vermittelt Kindern wie auch Erwachsenen, dass die Tablets und Handys dieser Welt nicht pauschal zu verteufeln sind. In der richtigen zeitlichen Dosierung mit den richtigen Inhalten für die jeweilige Altersgruppe können sie bereichernde Instrumente sein. Verbote ohne Erklärung wirkten bei Kindern sowieso nicht, so die Pädagogin. Allerdings rät sie Eltern, ihre Vorbildfunktion für die Kinder in Sachen Mediennutzung ernst zu nehmen, darauf zu achten, was die Kinder in der großen digitalen Welt anschauen oder welche Spiele genau gespielt werden.

Eines sei jedoch klar: Ein Kindergartenkind wird jedes reelle Angebot der Eltern oder auch Großeltern – auf den Spielplatz zu gehen, zusammen zu kochen oder Kuchen zu backen – dem „Kästchen“ vorziehen.