Am Samstag spielen die Stuttgarter Kickers bei Hessen Kassel, am Montag findet die Mitgliederversammlung des Regionalligisten statt. Dort stehen auch Neuwahlen an, Präsident Rainer Lorz hat eine Entscheidung getroffen.
2021 waren die letzten Neuwahlen bei den Stuttgarter Kickers über die Bühne gegangen. Rainer Lorz hatte damals angekündigt, nicht für eine komplette Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Drei Jahre später stehen am kommenden Montag bei der Mitgliederversammlung des Fußball-Regionalligisten im SSB-Waldaupark nun erneut Wahlen an. Und Präsident Lorz hat dann die vergangene Amtsperiode nicht nur doch komplett hinter sich gebracht. Der 61-jährige Rechtsanwalt hat nach Informationen unserer Redaktion auch die Absicht, vorerst an Bord zu bleiben.
Dies ist der ausdrückliche Wunsch seiner Präsidiumskollegen und des Aufsichtsrats. Das Kontrollgremium (künftig mit fünf neuen Gesichtern) wird am Montagabend von den Mitgliedern neu gewählt und bestimmt unmittelbar danach, nach einer ersten konstituierenden Sitzung, den Präsidenten.
Geordneten Übergang begleiten
Fest steht offenbar unwiderruflich: Lorz wird diesmal definitiv nur übergangsweise im Amt bleiben, bis maximal Ende 2025. In dieser Zeit möchte er mit seinem Team den geordneten Übergang zu einem geeigneten Nachfolger begleiten und mitgestalten, wobei in diesem Zusammenhang immer wieder der aktuelle und wohl auch künftige Aufsichtsratschef Christian Steinle (53) als Thronfolger genannt wird. Ende Dezember 2025 wäre Lorz genau zwei Jahrzehnte in der Führungsetage der Kickers. Erst als Aufsichtsrat, seit 2010 als Präsident.
Allerdings steht hinter der Bereitschaft von Lorz auch ein kleines Fragezeichen: Aus aktuellen privaten, persönlichen Gründen hält er sich offen, auch deutlich weniger als ein Jahr zur Verfügung zu stehen. Schon am kommenden Montag abzutreten, das wollte er aufgrund der Kurzfristigkeit vermeiden. Im Sinne der Kickers. Denn auf die Schnelle eine vernünftige Nachfolgelösung zu finden wäre kaum möglich gewesen.