Die Postzustellung in Schramberg soll aktuell nur alle zwei bis drei Tage erfolgen. Foto: Jambrek

Immer mehr Bürger in Schramberg klagen über unregelmäßige Zustellungen und längere Abstände zwischen den Briefsendungen. Die Deutsche Post erklärt die Hintergründe.

Die Briefkästen bleiben in Schramberg derzeit häufiger leer als gewohnt. Statt täglich, soll die Post aktuell nur alle zwei- bis dreimal pro Woche bei den Schrambergern eingeworfen werden.

 

Die eingeschränkte Zustellung sorgte zuletzt auch im Gemeinderat für Unmut. Unsere Redaktion hat daraufhin bei der Deutschen Post nachgehakt. Pressesprecher Marc Mombauer weist die Vorwürfe jedoch entschieden zurück. Von Problemen bei der Zustellung könne keine Rede sein. Ganz von der Hand weist die Post die veränderte Wahrnehmung allerdings nicht. Hintergrund ist unter anderem das seit Januar 2025 geltende neue Postgesetz. Dieses erlaube längere Laufzeiten: 95 Prozent der Briefe müssen erst am dritten, 99 Prozent am vierten Werktag zugestellt werden. „Dadurch hat sich die Zustellung verändert“, so Mombauer.

Neue Regeln verändern die Zustellung

Hinzu komme eine neue Steuerung der Briefmengen. Sendungen werden stärker gebündelt und gemeinsam ausgeliefert. Für viele Haushalte bedeutet das: An manchen Tagen kommt gar nichts, dafür an anderen gleich mehrere Briefe auf einmal. „Wir verstehen, wenn dadurch der Eindruck entsteht, dass die Post unregelmäßig ankommt“, erklärt Mombauer.

Weniger Briefe, angepasste Abläufe

Ein weiterer Faktor seien sinkende Briefmengen insgesamt. Die Post hat ihre Abläufe deshalb angepasst. Gleichzeitig betont das Unternehmen, weiterhin werktäglich zuzustellen und die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.

Teilen Sie mit uns gerne Ihre Erfahrungen. E-Mail: redaktionschramberg@schwarzwaelder-bote.de.