Die Deutsche Post AG öffnet am 6. Dezember wieder ihre Filiale in der Lindenstraße 22 in Schömberg. So ist es auf dem handgeschriebenen Zettel zu lesen, der an der Tür der Filiale befestigt ist. Foto: Krokauer

Nach einigem Hin und Her ist es am Nikolaustag so weit: Die Schömberger haben wieder eine Postfiliale.

Schömberg - Unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntgaben, Verschiedenes teilte Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend mit, dass die Post ihre Filiale in der Lindenstraße 22 in Schömberg am 6. Dezember wiedereröffnet.

Bis 27. September hatte eine Subunternehmerin die Filiale betrieben. Seitdem hat Schömberg keine Anlaufstelle für Pakete und Briefe. Eigentlich wollte die Post schon am 2. November die Filiale in Eigenregie wieder aufmachen. Doch daraus wurde nichts. Der Unmut in der Glücksgemeinde wurde deshalb immer größer.

Vorwurf der Verzögerungstaktik

Gemeinderätin Ulrike Mayrhofer (CDU) hatte in einer anderen Gemeinderatssitzung im November ihrem Unmut freien Lauf gelassen. Sie fühlte sich von dem Gelben Riesen an der Nase herumgeführt. Sie argwöhnte gar, dass das Unternehmen eine Verzögerungstaktik anwende, um die eigenen Gewinne zu maximieren. Das habe man auch in Bad Liebenzell gesehen. Gemeinderat Tino Bayer (UWV) bezeichnete in der gleichen Ratssitzung das Verhalten der Post als "beschämend".

Doch jetzt scheint es immerhin zum Nikolaustag zu klappen. Auf einem handgeschriebenen Zettel an der Tür der Filiale in der Lindenstraße 22 ist zu lesen, dass sie ab 6. Dezember wieder offen ist. Von Marc Mombauer, Pressesprecher der Deutschen Post AG, war am Dienstag auf Nachfrage keine Stellungnahme zu bekommen.