Zur Schließung der Postfiliale in der Schwenninger Innenstadt schreibt unsere Leserin Nadine Wittner.
Die Schließung der Postfiliale in der Friedrich-Ebert-Straße in Schwenningen ist ein alarmierendes Signal. Unsere Innenstadt stirbt weiter.
Die Post war ein Magnet, der immer noch viele Menschen in die Stadt lockte. Fällt nun auch diese Filiale weg, wird unsere Innenstadt noch weniger besucht.
Allerdings ist es auch ein Zeichen für den desolaten Zustand der Post in Schwenningen. Offensichtlich ist die deutsche Post kein attraktiver Arbeitgeber und man muss sich wirklich die Frage stellen, war es richtig, einen so systemrelevanten Bereich wie die Postzustellung zu privatisieren? Die Post bezahlt die Renten für die Rentenversicherung aus. Wer also seine Bankverbindung oder neue Adresse angeben möchte, muss dies bei der Post tun. Nicht jeder Rentenbezieher ist aber so mobil, um weite Wege zur Post zurücklegen zu können.
Problem Postverteilung
Aber auch die Postverteilung ist ein Problem, inzwischen kommt in einigen Wohngebieten die Post nur noch ein bis zwei Mal pro Woche. Was man gerade jetzt zur Wahl merkt, denn viele Haushalte haben die Wahlflyer, deren Verteilung von Grünen und SPD an die Post übertragen wurde, nicht erhalten. So kommt es, dass die Kandidatinnen und Kandidaten selbst am Abend und an den Wochenenden durch die Wohngebiete laufen und Flyer verteilen. Der neue Gemeinderat muss sich dringend für eine Belebung der Innenstädte einsetzen, und unsere Bundespolitik sollte sich überlegen, ob die Post nicht besser wieder in staatliche Hände gehört.
Nadine Wittner, Villingen-SchwenningenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.