Die Ebhauser Lindenrain-Schule ist als Gemeinschaftsschule auch für auswärtige Schüler attraktiv. Foto: Priestersbach

Die Schülerzahlen in der Ebhauser Gemeinschaftsschule entwickeln sich weiterhin positiv.

Ebhausen - Wie aus dem jährlichen Bericht der Lindenrain-Schule im Gemeinderat hervorgeht, wurden 2014 noch 146 Schüler ab der fünften Klasse gezählt – aktuell sind es 241 Schüler in der Sekundarstufe.

"Die Anstrengungen zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule haben sich gelohnt", unterstrich Bürgermeister Volker Schuler in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Wie der Rathauschef ebenfalls deutlich machte, würden sich damit auch die beschlossenen Investitionen in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro bezahlt machen, wobei die baulichen Maßnahmen mittlerweile zu 80 Prozent abgeschlossen seien.

"Eine unserer besten Entscheidungen"

Gleichzeitig ist Volker Schuler überzeugt: "Wenn wir den Schritt zur Gemeinschaftsschule nicht gewagt hätten, würde es die Schule vielleicht gar nicht mehr geben – das war eine unserer besten Entscheidungen." Die über Ebhausen hinausreichende Beliebtheit der Lindenrain-Schule sei zudem ein Ergebnis "der sehr guten Arbeit, die hier vom Lehrerkollegium geleistet wird".

"Wir sind sehr guter Dinge, was die Zukunft angeht", teilte Schulleiter Matthias Fröhlich den Räten in der Gemeindehalle mit. Denn die Attraktivität der Lindenrain-Schule wird auch am steigenden Anteil der auswärtigen Schüler ablesbar – und in diesem Jahr werden in der Sekundarstufe ab der fünften Klasse erstmals mehr Schüler von außerhalb gezählt. Dies spreche für die Werbestrategie der Schule und sei ein wichtiges Zeichen, so Matthias Fröhlich, weil so die angestrebte Zweizügigkeit erreicht wird.

Auf die Frage von BWG-Rätin Simone Viehweg, woher die auswärtigen Schüler kommen, nannte der Schulleiter in erster Linie Walddorf, Altensteig und Nagold, aber auch aus Emmingen und Mindersbach gebe es einen guten Zulauf.

Unterm Strich 409 Schüler

Ende des vergangenen Schuljahres hatten die Schüler, die beim Start der Gemeinschaftsschule vor sechs Jahren begonnen hatten, ihre Mittlere Reife mit einem Notendurchschnitt von 2,3 absolviert. Auf diesem Niveau könne man mit den umliegenden Realschulen mithalten und habe sich für den Realschulabschluss etabliert, erklärte der Rektor. Im September konnten 42 Erstklässler in Ebhausen und zehn Schulanfänger in Rotfelden feierlich eingeschult werden. Unterm Strich werden somit aktuell 409 Schüler gezählt.

In seinen Ausführungen ging Matthias Fröhlich ebenfalls auf die nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wieder möglichen Veranstaltungen ein. Eine große Attraktion bildete jüngst die von langer Hand geplante Projektwoche der Grundschüler mit dem Zirkus Baldini, und am 24. November findet an der Schule der fünfte "Azubitag" statt, bei dem rund 30 Firmen ihre Ausbildungsangebote vorstellen werden. Mitte Dezember ist als großes Highlight der Schulgemeinschaft der zweite Weihnachtsmarkt mit einem bunten Programm geplant.

Präventiv gegen Mobbing

Wie Lehrerin Julia Rothfuß feststellte, sei Mobbing unter Schülern ein großes Thema an den Schulen, und deshalb wolle man in Ebhausen präventive Maßnahmen gegen dieses problematische Phänomen ergreifen. So ist die Ebhauser Lindenrain-Schule eine von 40 Schulen in Baden-Württemberg, die sich am Projekt "Schau hin und nicht zu" der Baden-Württemberg-Stiftung und des Heidelberger Universitätsklinikums beteiligen. Ziel des Programms ist es, aktiv gegen Mobbing an Schulen vorzugehen.

Gemeinderat Immanuel Deuble fand es ausgesprochen erfreulich, dass sich die Schule so gut entwickelt. Gleichzeitig wollte er aber auch wissen, wie in Zukunft mit dem Schulverband Ebhausen-Rohrdorf verfahren werde, der ja pro forma weiter bestehe. Wie Bürgermeister Volker Schuler anmerkte, soll der Schulverband in absehbarer Zeit rückwirkend aufgelöst werden.