Mit Schuppengebieten soll in den Wildberger Stadtteilen die Innenentwicklung ermöglicht werden. Foto: Priestersbach

Im Wildberger Rathaus liegen mehrere Anfragen zur Neuausweisung oder Erweiterung von landwirtschaftlichen Schuppengebieten in den Ortsteilen vor. In seiner jüngsten Sitzung beschäftige sich der Gemeinderat mit dem auch für Bürgermeister Ulrich Bünger "wichtigen Thema, das wir nun angehen wollen".

Wildberg - Bislang gibt es Schuppengebiete in den Stadtteilen Effringen und Sulz. Der Rathauschef verspricht sich von der Vergrößerung bestehender oder Schaffung neuer Schuppengebiete positive Effekte für die Innenentwicklung. Wenn die Landwirte oder Nebenerwerbslandwirte ihre land- oder forstwirtschaftlichen wirtschaftlichen Fahrzeuge und Geräte oder Erzeugnisse in gemeinschaftlichen Schuppengebieten unterbringen können, so die Überlegung, werde in den innerörtlichen Lagen vorhandener Gebäudebestand wie Schuppen für die Umnutzung in Wohnraum frei.

Bevor die Stadt sich nun mit möglichen Standorten oder der Bauleitplanung beschäftigt, soll unter dem infrage kommenden Personenkreis das Interesse abgefragt werden. "Um Missverständnissen vorzubeugen", machte der Bürgermeister deutlich, dass eine Nutzung von Schuppengebieten für andere als land- oder forstwirtschaftliche Zwecke nicht zulässig sei. "Das wollen wir im gesamten Stadtgebiet einheitlich handhaben", unterstrich Ulrich Bünger.

Der Gültlinger Ortsvorsteher Walter Baur machte deutlich, dass es in Gültlingen viele Gebäude gebe, in denen landwirtschaftliches Equipment untergebracht ist. In seinen Augen wäre es schon sinnvoll, diese Traktoren und Gerätschaften aus dem Ort heraus zu bekommen – um Wohnraum schaffen zu können.

Ostertag will klareVorgaben undregelmäßiges Monitoring

Für SPD-Stadtrat Frank Juszczak wäre die Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft, die ja für Eigentümer von Wald- oder Wiesengrundstücken Pflicht ist, als mögliches Kriterium zur Bestimmung des berechtigten Personenkreises zielführend.

In diese Richtung tendierte auch Jens Mayer (Freie Wähler), denn "mit einer BG-Mitgliedschaft treffen wir die richtigen Leute".

Für Gerhard Ostertag (CDU) wäre die Festlegung einer Mindestfläche ein denkbarer Maßstab. Wichtig seien auf jeden Fall klare Vorgaben und ein regelmäßiges Monitoring, so Ostertag weiter. Auf seine Frage, ob man im Rathaus an die Erweiterung der bestehenden Schuppengebiete denkt oder an die Schaffung von neuen Gebieten, erwiderte der Bürgermeister, dass man dies vom Bedarf und der Interessenlage abhängig machen wolle.

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