Der Posaunenchor Schura zieht seit 1951 durch den Ort, um die Einwohner beim Kurrendespielen mit festlichen Liedern zu erfreuen.
„Alle Jahre wieder“, dieses bekannte Weihnachtslied gehörte genauso zum Repertoire des Posaunenchors Schura, wie viele andere alte Lieder der Advents- und Weihnachtszeit von „Es ist ein Ros‘ entsprungen bis zu „Macht hoch die Tür“.
Mit weihnachtlichen Weisen erfreuten die Musiker die Schuraer Einwohner am Mittag des 24. Dezembers beim Kurrendespielen und stimmten sie auf die bevorstehende Heilige Nacht ein. Unter den 13 Bläsern und einer Bläserin war Eckard Meßner mit seinem Horn. Er ist Gründungsmitglied des Posaunenchores Schura und ließ es sich nicht nehmen, wie all die 74 Jahre zuvor mitzuspielen.
Nur einmal seit dem Jahr 1951 musste das Kurrendespielen wegen starken Regens ausfallen. Und im Corona-Jahr 2020 wurde nur in Dreier-Besetzung mit großem Abstand gespielt.
Das Wetter, ob frühlingshaft, leicht regnerisch oder so richtig weihnachtlich kalt und schneebedeckt wie in früheren Jahrzehnten, spielt für den Posaunenchor am 24. Dezember die untergeordnete Rolle, wohlwissend „vor Überraschungen jeglicher Art ist man nie sicher“, wobei es sich sowohl um Einladungen zu Glühwein, Punsch und Gebäck, handeln kann, wie eben auch um Wetterkapriolen.
Wetter als Herausforderung
Das Wetter war in diesem Jahr einmal wieder die Herausforderung – nicht die wenigen Schneeflocken, sondern der eiskalte Nord-Ost-Wind verhalf nicht nur zu steifen Fingern, sondern auch die Instrumente können einfrieren. „Wir versuchen das Beste draus zu machen“, sagte Dirigent Eckart Schuler, der gleichzeitig auch Trompete bläst, an der ersten von acht Stationen und „ich hoffe, wir halten durch“.
Immerhin galt es später um 17.30 Uhr, auch den Heilig-Abend-Gottesdienst in der Kirche zu begleiten. Drei Stücke wurden an jeder Station gespielt, um dann weiterzuziehen – nicht wie in den Anfängen zu Fuß, was der „Kurrende“ gerecht würde, die dem lateinischen Begriff „currere“ entstammt und übersetzt „laufen“ heißt. So wurde im Lauf der Jahre in Schura dem „Laufchor“ ein „Fahrchor“ mit Autos.