Geschäftsführer Frank Schilling und Oberbürgermeister Jürgen Roth beim Unterzeichnen des Mietvertrags. Foto: Meene

"Raus aus dem Abwärtstrend" der vergangenen Jahre soll es in der Schwenninger Innenstadt gehen. Den Anfang macht das Villinger Modelabel "Nastrovje Potsdam", welches nun mit einem Pop-Up-Store im stationären Handel in Schwenningen vertreten ist.

VS-Schwenningen - Mit rund 10 000 Teilen ist das Label am 1. Dezember kurzerhand mit einem Factory-Outlet "in der Muslen 47" eingezogen. Nastrovje-Potsdam-Geschäftsführer Frank "Sutz" Schilling ist hoffnungsvoll zum Start des Geschäfts, wie er beim Unterschreiben des Mietvertrags mit Oberbürgermeister Jürgen Roth deutlich macht.

Der Shop öffnet an zwei Wochenenden seine Türen in der Schwenninger Innenstadt. Das Label beheimatet Fashion Marken wie Vive Maria, Pussy Deluxe und NP. Auch Kleidung in Kooperation mit Disney und EMP werden angeboten sowie, "alles mögliche an Merchandising", erklärt Schilling.

Einzelhandel "ausprobieren"

Das Geschäft bleibt, wie für einen Pop-Up-Store üblich, nur kurzfristig in der Innenstadt. Auch Roth freut sich, dass das Projekt geklappt hat: "Wir wollen die Leute wieder in die Stadt bringen." In Zeiten von Onlinehandel und Co. sei ein Pop-Up-Store eine gute Möglichkeit, um das Format Einzelhandel auszuprobieren, findet er.

Weitere Projekte in Planung

Das Factory-Outlet ist eines von vielen Projekten im Rahmen des Förderprogrammes Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, wie City-Manager Thomas Herr ankündigt. Die Stadt übernimmt die Miete des Pop-Up-Geschäfts, die Nebenkosten muss der Händler selbst tragen.

Ein weiteres Projekt des Förderprogramms ist der "Digital-Check": Die Möglichkeit für Innenstadtakteure, ihre digitale Sichtbarkeit prüfen lassen, kündigt Herr an. Dieser kostenlose Check umfasst eine Analyse der Online-Sichtbarkeit und prüft dabei unter anderem die Sichtbarkeit bei Google, die Webseite, die Social-Media-Sichtbarkeit und das immer wichtiger werdende Cross-Marketing. Neben den Zuschüssen vom Bund steuert die Stadt Villingen-Schwenningen für diese Projekte 25 Prozent Eigenanteil zu.