Hier wird die Probe in Extraktionsflüssigkeit gelöst. Foto: DLRG

Das Corona-Schnelltestzentrum in Althengstett ist seit rund neun Wochen in Betrieb und bietet für die Einwohner der Gemeinde sowie der drei Kommunen des Gemeindeverwaltungsverbands die Möglichkeit, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Ohne das Engagement der Ortsgruppen Alt- und Neuhengstett der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) undenkbar.

Aktuelle Informationen zur Corona-Lage in unserem Newsblog

Althengstett/Gechingen/Simmozheim/Ostelsheim - Die rund 40 ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte der DLRG aus den beiden Ortsgruppen betreuen das Zentrum. Freiwillige Helfer aus Althengstett unterstützen sie dabei. Die beiden Sanitätsausbilder der Ortsgruppen, Maik Heisterkamp und Thomas Wolf, erklärten sich auf Anfrage der Gemeinde Althengstett spontan bereit, ortsgruppenübergreifend Sanitäter für die Testungen in ihren jeweiligen Ortsgruppen anzusprechen und für die Mitarbeit zu gewinnen.

Bereits vor den Osterferien wurden in zwei Wochen etwa 940 Schüler bei Testungen mit mobilen Teams an allen Schulen im Gemeindeverwaltungsverband getestet. Damit konnte dort der wichtige Präsenzunterricht sichergestellt werden.

Fachgerechter Einsatzder Ausrüstung wichtig

Von Anfang an war es dem DLRG-Team wichtig, dass die in der Sanitätsausbildung erlernten Grundsätze der Hygiene beachtet werden und entsprechende Schutzausrüstung zu Verfügung gestellt sowie fachgerecht eingesetzt wird, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der DLRG. "Hierzu zählt auch ein ausgefeiltes Hygienekonzept, denn obwohl es bisher nur wenig positiv getestete Personen gab, so muss man immer davon ausgehen, dass ein infektiöser Mensch zum Test erscheint", sagt Janina Bäuerle, Ausbildungsleiterin der Ortsgruppe Althengstett.

Sehr schnell wurde der digitale Einsatzplan erstellt und die Schichten konnten mit Namen gefüllt werden. Auch für die Verwaltung im Empfangsbereich wurden ebenso schnell DLRG-Helfer ohne sanitätsdienstliche Ausbildung gefunden. Zusammen mit den Testern stellen diese Teams eine Schnelltestverfügbarkeit werktags von 7 bis teilweise 19 Uhr sicher. Samstags werden Tests von 7 bis 12.30 Uhr angeboten.

Ein wichtiger Punkt beim optimalen Einsatz der freiwilligen DLRG-Helfer, der Test-Kits und der Schutzausrüstungen war die Schaffung einer Online-Buchungsmöglichkeit. Eine Terminbuchung per Telefon ist aber auch möglich. Ohne Reservierung kann es zu längeren Wartezeiten kommen, so die DLRG. Durch diese Digitalisierung können die benötigten Materialien beschafft und Wartezeiten vor der Testung vermieden werden. Das ist deshalb wichtig, damit sich keine Menschenansammlungen vor oder nach der Testung bilden, denn dort lauern potenzielle Ansteckungsmöglichkeiten.

"Auf den Homepages beider DLRG-Ortsgruppen können freie Termine bis Ende Juni gefunden und gebucht werden", ergänzt Carolin Heisterkamp, Einsatzleiterin aus der Ortsgruppe Neuhengstett.

Auch der zweite Termin ist vorgemerkt

Auch beim ersten kommunal organisierten "Pop-up-Impfzentrum" werden am 8. Mai in der Festhalle Althengstett die ehrenamtlichen DLRG-Einsatzkräfte ihr Know-how zur Verfügung stellen. "Die mobilen Impfteams (MIT) des Landkreises Calw werden zusammen mit niedergelassenen Ärzten aus Althengstett und Simmozheim Impfungen mit dem Impfstoff Biontech/Pfizer aus dem Bestand des Landkreises Calw für bis zu 680  Personen anbieten können", so Maik Heisterkamp.

Der zweite Impftermin wird voraussichtlich am 19. Juni wieder in der Festhalle in Althengstett stattfinden. "Und auch dann planen die zwei DLRG-Ortsgruppen wieder gemeinsame Sache zu machen", ist sich Thomas Wolf sicher. "Denn nur so erreichen wir eine schnelle Durchimpfung der Bevölkerung und damit ein Stück weit mehr Normalität, um zum Beispiel wieder Anfängerschwimmausbildungen in den derzeit noch geschlossenen Frei- und Hallenbädern anbieten zu können".

Die Impftermine am Samstag, 8. Mai, konnten ursprünglich ausschließlich von impfberechtigten Personen aus der Gemeinde Althengstett ab 60 Jahren über das Anmeldeportal der beiden DLRG-Ortsgruppen (www.althengstett.dlrg.de oder www.neuhengstett.dlrg.de) reserviert werden. Dort findet man auch alle notwendigen Infos zur Impfung und Testung. Neu ist laut DLRG, dass nicht nur Personen aus den drei Althengstetter Ortsteilen, sondern alle Impfberechtigten (Gruppe 1 bis 3) auch der umliegenden Städte und Gemeinden sich zur Impfung in der Hengstetter Festhalle anmelden können.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: