Im 33. Jahr zeigte das Polterplatz-Open Air, dass es weder angestaubt noch veraltet ist: Regionale Bands heizten dem Publikum mächtig ein.
Bands mit Kultstatus lockten am Wochenende zahlreiche Gäste zum Polterplatz-Open-Air Festival nach Christophshof. Mittlerweile ist das Musikevent im 33. Jahr und erreicht damit Kultstatus – dies nicht zuletzt dank Bands wie „Alex im Westerland“ oder der legendären Freudenstädter Kultband „Crekko“, die am Freitagabend als Headliner das Publikum aufmischten.
Viele Zuschauer zelteten auf dem weitläufigen Polterplatzgelände, und aufgrund der heißen Temperaturen half ab und an auch ein Sprung in die Enz, die direkt am Gelände vorbeifließt. Mit 100 Helfern organisierte der Verein „Musik und Kultur Bad Wildbad“ das Megaevent, bei dem es Livemusik ohne Pause auf die Ohren gab.
Musikalisches Dreiergespann rockt den Platz
Bereits am Freitagabend stand die Band „Sparton“ in den Startlöchern. Die Pforzheimer Gruppe punktete mit souverän gespieltem Hardcore-Pop und progressivem Singer-Songwriter-Grunge-Rock. Das musikalische Dreiergespann rockte den Polterplatz, bis die Jungs der Band „Ferdich“ in die Saiten griffen. Die Remchinger Punk-Band begeisterte die Zuschauer, die teilweise sogar mittanzten.
Eigene Songs verleiten zum Mittanzen
Danach hatte die Freudenstädter Band „Crekko“ einen vielbeachteten Auftritt – die drei Jungs punkteten mit eigenen Songs, die zum Mittanzen verleiteten. Zweiter Headliner am Freitagabend war „Prime“. Die Bad Wildbader Eigengewächse hatten ihren eigenen Fanclub auf den Polterplatz mitgebracht, denn jeder hier kannte die fünf Jungs, die mit ihren Songs überzeugten.
Am Samstagabend spielten zunächst Bands der Musikschule Bad Wildbad. Die Band „The V-Gang“ hatte einige Coversongs im Gepäck und punktete kurz vor dem EM-Fußballspiel Deutschland gegen Dänemark mit der Fußballhymne „An Tagen wie diesen“. Als die jungen Musiker dann „Smoke on the water“ anstimmten, gab es für die Zuschauer kein Halten mehr – es wurde „geheadbangt“ und einige der Jugendlichen flippten komplett aus, so gefiel ihnen der Sound der Kids.
Mischung aus verschiedenen Musikstilen
Danach heizten die Rennosaurus Exxes den Zuschauern ein. Der Sänger der Band „Blue Squeeze Lightning“ begeisterte mit Songs von Creedence Clearwater revival, Bob Dylan und von Johnny Cash. Natürlich durfte dessen „Ring of Fire“ nicht fehlen, und auch „Suzy Q“ hatte „Blue Squeeze Lightning“ im Programm. Dicht wurde es vor der Bühne dann als „Reset Code“ die Gitarren in die Hand nahm. Mit Drums und Gitarren war der Sound gelungen und die Band bot in erster Linie eigene Songs. Auch die Jungs von „Shave the Bear“ hatten ihr Publikum fest im Griff.
„Alex im Westerland“ punktete mit seinen Tributes an die „Toten Hosen“ und die legendäre Kultband „Die Ärzte.“ Zum Abschluss gab’s noch eine Ladung mehr Musik auf die Ohren mit „Ahead to the Sea“.
Organisator äußerst zufrieden
Organisator Kim Rothfuß war zufrieden mit dem 33. Polterplatz-Open Air und freute sich, dass das Festival vom Unwetter verschont geblieben war. Toll fand er selbst, wie er sagte, dass es gelungen war, ein Kinderprogramm auf die Beine zu stellen – mit Bands der Jugendmusikschule Höfen. Das waren die V-Gang und die Rennosaurus Exes.
Mit 100 Helfern war der Verein Musik und Kultur Bad Wildbad am Start, vier Leute stark war das Organisationsteam um Kim Rothfuß. Am Sonntagvormittag endete das gewaltfreie Festival mit einem Weißwurstfrühstück. Und bald würden dann schon die Planungen für das Polterplatz-Festival im kommenden Jahr beginnen.