Seinen Ruhestand angetreten hat nach exakt 25 Jahren beim Polizeiposten Furtwangen Dirk Ebeling. Foto: Polizei

25 Jahre Polizeidienst im oberen Bregtal: Im Sommer hat Dirk Ebeling seinen Ruhestand angetreten – für den Leiter des Polizeipostens und den Bürgermeister Anlass, das Wirken von Dirk Ebeling, vor allem auch mit Blick auf die Bregtäler Jugend, zu würdigen.

Furtwangen - Im Frühjahr stellte der Leiter des Furtwanger Polizeipostens Gunter Feis die Kriminalitätsstatistik im Gemeinderat vor. Bei dieser Gelegenheit würdigte er die Bedeutung von Dirk Ebeling, der zu diesem Zeitpunkt noch im Dienst war, für den Polizeiposten. Er sei überall sehr bekannt gewesen und habe dadurch eine gute Polizeiarbeit leisten können. Besonders sein guter Kontakt zur Jugend sei immer sehr wertvoll gewesen.

Auch Bürgermeister Josef Herdner betonte, dass seine Arbeit im Jugendbereich "elementar wichtig" gewesen sei. Er sei immer nah an der Jugend dran gewesen. Der "kurze Draht" habe ihm häufig bei der Aufklärung von Delikten geholfen. Besonders hob Bürgermeister Herdner das von Dirk Ebeling initiierte "Fußballturnier gegen Gewalt" für Schulmannschaften hervor. Bei diesem Turnier ohne Schiedsrichter habe er den Jugendlichen zeigen können, wie sie selbst für ihr jeweiliges Handeln Verantwortung übernehmen können. Nicht zuletzt sei es wichtig, so Bürgermeister Herdner, dass die Aufgaben von Dirk Ebeling als Jugendbeauftragter der Polizei beim Beginn seines Ruhestandes nahtlos weitergeführt werden.

Bernhard Tritschler übernimmt Aufgaben

Diese Aufgabe wird Bernhard Tritschler übernehmen, erläuterte Gunter Feis. Dass Dirk Ebeling vor 25 Jahren nach Furtwangen kam, ist eigentlich nur einer zufälligen Begegnung in Hannover zu verdanken. Aufgewachsen in Hildesheim absolvierte er nach der Schule zunächst eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann. Als dann die Einberufung zum Wehrdienst bei der Bundeswehr anstand, entschied er sich stattdessen für den Dienst beim Bundesgrenzschutz und absolvierte dort die entsprechende Polizei-Ausbildung. Nach einigen Jahren wollte er in den regulären Polizeidienst wechseln. Da in Niedersachsen keine Stelle zur Verfügung stand, wechselte er nach Nordrhein-Westfalen und war dann im Streifendienst in Wuppertal tätig.

Personenschützer des Innenministers

Sowohl beim Bundesgrenzschutz als auch später in Wuppertal war er jeweils einige Zeit als Personenschützer im Einsatz, zuerst bei dem damaligen Bundesinnenminister Zimmermann, in Wuppertal dann beim Düsseldorfer Justizminister Krumsiek. Aus privaten Gründen wechselte er wieder nach Niedersachsen.

Eine Begegnung mit Folgen

In Hannover gab es die entscheidende Begegnung beim Streifendienst: Zwei Mütter, die mit ihren Kindern zur Behandlung an der Uniklinik waren, baten um Unterstützung: Sie suchten ihre Unterkunft. Ein Vierteljahr später gab es einen neuen Funkruf für Dirk Ebeling: Die beiden Mütter waren wieder zur Behandlung ihrer Kinder in Hannover und fragten über die Zentrale an, ob man sich nicht wieder treffen könnte. Und daraus entwickelte sich dann die Beziehung zu seiner jetzigen Frau. In der Folge fragte er nach einer Versetzung nach Baden-Württemberg. Nach kurzer Zeit in Donaueschingen konnte er vor genau 25 Jahren an den Polizeiposten Furtwangen wechseln.

Besonderheiten im ländlichen Raum

Die Polizeiarbeit im ländlichen Raum sei nicht vergleichbar mit der in einer Großstadt. Vor allem sei man an den einzelnen Fällen nicht nur direkt bei der Ermittlung beteiligt und hört später nichts mehr davon, sondern der Polizeibeamte habe bis zum Abschluss des Verfahrens und dem Urteil immer wieder Kontakt mit den verschiedenen Institutionen. Interessant sei auch die Arbeit als Jugendsachbearbeiter gewesen, die er schon früh übernahm. Dass sein Wirken im Bereich der Jugend erfolgreich war, erfahre er auch heute immer wieder, wenn einer seiner damals "kritischen Kandidaten" ihn heute freundlich grüße und an die damaligen Ereignisse erinnere.