Abseits des Boller Bürgerballs am Samstag kam es zu einem unschönen Vorfall vor der Mehrzweckhalle, zu dem sogar die Polizei anrücken musste.
Ein unerfreulicher Zwischenfall führte kurz nach Programmbeginn des Boller Bürgerballs vor der Mehrzweckhalle zu einem Polizeieinsatz. Dabei wurde ein Mann aus den Reihen des Elferrats unmittelbar vor seinem geplanten Einsatz als Moderator verletzt.
Laut Angaben von Augenzeugen blutete der Verletzte heftig im Gesicht und musste medizinisch behandelt werden. Er wurde mit dem Krankenwagen abgeholt.
Streit um nicht gewährten Eintritt
Auslöser der Streitigkeiten war offenbar, dass sechs jungen Männern kein Zutritt zum Bürgerball gewährt wurde, weil sie kein Bargeld mit sich führten. Sie wollten den Eintrittspreis dann wohl per Kartenzahlung oder Überweisung begleichen, wurden aber an den nächstgelegenen Bankautomaten im Nachbarort verwiesen, woraufhin sie sich zunächst entfernten.
Wenig später sollen sie zurückgekehrt sein und vor dem Eingang Flaschen zu Boden geworfen haben, die dort zerschellten. Zudem soll es zum Handgemenge gekommen sein, in dessen Folge ein Boller Elferrat verletzt wurde.
Nase gebrochen
Auf Nachfrage am Sonntag bestätigt die Polizei den Vorfall. Sechs alkoholisierte junge Erwachsene hätten „Terz“ gemacht und Beleidigungen ausgesprochen, heißt es. Im Handgemenge sei einer Person die Nase gebrochen worden.
Die Polizei konnte die Unruhestifter ausfindig machen und die Personalien aufnehmen, erfahren wir außerdem.
Elferrat improvisiert
Obwohl der Schreck den Elferräten in alle Glieder gefahren war, handelten sie angesichts der voll besetzten Halle nach der Devise „The show must go on“.
Die meisten Ballbesucher waren zunächst ahnungslos, was die Vorkommnisse vor der Halle betraf. Die Veranstalter baten das Publikum mit knapper Angabe der Gründe um Verständnis für die improvisierte Co-Moderation.
Noch vor Programmende sorgte die Mitteilung über die Entlassung des Verletzten aus dem Krankenhaus inmitten aller Besorgnis für Erleichterung.