Die 77-Jährige aus Königsfeld ist nicht auf die Betrüger hereingefallen. (Symbolfoto) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mit der Betrugsmasche "Gewinnversprechen" haben Telefonbetrüger am Dienstagnachmittag erfolglos versucht, einer 77-jährigen Frau in Königsfeld das Geld aus der Tasche zu ziehen. 

Königsfeld - Unbekannte riefen die Frau laut Polizeibericht gegen 14.30 Uhr an und behaupteten, dass sie 38.000 Euro gewonnen habe. Die Gewinnsumme würde ihr von einem Notar und zwei Sicherheitsleuten vorbeigebracht und ausgehändigt. Vorab müsse die Angerufene "nur" 400 Euro für die Notarkosten überweisen. 

Die Frau ging nicht auf die Forderungen ein, weshalb es zu keinem Vermögensschaden kam.

Polizei warnt: Vorsicht vor Vorab-Zahlungen

Wie man diese und ähnliche Betrugsarten einfach erkennen kann, erklärt die Polizei wie folgt: "Immer, wenn an eine vermeintliche Auszahlung zuvor die Zahlung eines Betrages gekoppelt ist, sollten alle Alarmlichter angehen! Dafür gibt es nämlich keine logische Erklärung - außer die eines Betruges."

Neu sei diese Masche, die es in abgewandelter Form zum Beispiel auch beim Autoverkauf im Internet gibt, nicht: Dabei erhalten Autoverkäufer auf ihre Anzeige von einem angeblichen Interessenten sofort den gewünschten Kaufpreis und darüberhinaus noch mehrere hundert Euro, die angeblich für die Abholung des Autos durch eine Spedition fällig werden. Diese "Transportgebühr" soll der Verkäufer dann an die (ausländische) Spedition zahlen. Das Hinterhältige daran: Sowohl Kaufpreis als auch diese Gebühr werden tatsächlich vorübergehend auf dem Konto des Verkäufers abgebildet - sind dort jedoch nicht gebucht und werden daher nach wenigen Tagen wieder gelöscht - zu vergleichen mit einem nicht gedeckten Scheck. 

Beliebte Betrugsmasche auch beim Autokauf

Nachdem der Verkäufer also mehrere hundert Euro für die Abholung seines Autos gezahlt hat, taucht weder eine Spedition auf noch meldet sich der Käufer wieder - dessen nicht gedecktes Kaufgeld ist genauso vom Konto verschwunden wie der Betrag, den der Betrogene an die angebliche Spedition gezahlt hat. 

Auch in so einem Fall können sich potentielle Opfer mit einer einfachen Frage vor dem Betrug schützen, erklärt die Polizei: Warum einen Betrag (für die Spedition) erst erhalten, um ihn dann zu bezahlen? Das könnte der angebliche Käufer doch viel einfacher selbst gestalten.

Weitere Tipps und Tricks zu diesen Betrügereien gibt es auf den Seiten der Polizei unter www.polizei-beratung.de.