Telefonbetrüger sind weiterhin aktiv – die Polizei warnt vor Schockanrufen in Nagold. Foto: josemiguelsangar - stock.adobe.com

Immer wieder werden Regionen von Wellen sogenannter Schockanrufe erfasst. Nach jüngsten Betrugsversuchen in Nagold warnt die Polizei erneut vor Telefonbetrügern.

Telefonbetrüger sind keine Seltenheit, und ihre Betrugsmaschen variieren: Immer wieder versuchen sie vor allem ältere Menschen um ihr Geld zu bringen. Das Polizeipräsidium Pforzheim warnt erneut.

 

Die Masche weist oft ein ähnliches Schema auf: Ein angeblicher Verwandter, eine vermeintliche Freundin oder auch ein falscher Polizist täuscht eine Notsituation vor – etwa einen Verkehrsunfall, eine finanzielle Notlage oder eine Straftat – und bedrängen den Betroffenen gezielt durch erfundenen Zeitdruck. Das Ziel ist jedoch immer dasselbe:das Opfer dazu zu bringen, Geld oder Wertgegenstände zu übergeben oder persönliche Kontodaten preiszugeben.

Anwohner sollen sensibilisiert werden

„Ein konkreter Schaden ist in den vergangenen Tagen nicht entstanden“, erklärt Silas Lindörfer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim. Allerdings hätten sich in den vergangenen Wochen mehrfach Anwohner aufgrund versuchter Betrugsfälle bei der Polizei gemeldet. Unter anderem sei am vergangenen Dienstagmittag gegen 13.30 Uhr ein weiterer Anruf eingegangen.

Da einzelne Gebiete häufig von ganzen Wellen solcher sogenannten Schockanrufe betroffen sind, will die Polizei nun verstärkt präventive Maßnahmen ergreifen, um Anwohner dafür zu sensibilisieren. „Unter anderem versuchen wir, über die sozialen Medien zu warnen“, so der Polizeipressesprecher.

Polizei gibt Tipps, um Schockanrufe zu erkennen

Um sich vor Betrugsfällen zu schützen, empfiehlt das Polizeipräsidium, einige Tipps zu beachten. Generell warnt die Polizei davor, vertrauliche Informationen über finanzielle Verhältnisse am Telefon preiszugeben.

Ein weiterer wichtiger Hinweis: Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an. In einem solchen Fall können sich Angerufene sicher sein, Opfer eines Betrugsversuchs geworden zu sein. Sollte dennoch Unsicherheit bestehen, kann unter der Nummer 110 nachgefragt werden – allerdings sollte die Nummer unbedingt selbst gewählt und nicht über die Rückruftaste gewählt werden.

In Drucksituationen den Anruf beenden

Fühlen sich Betroffene unter Druck gesetzt oder sind sie unsicher über die Absicht des Gesprächspartners, sollten sie das Gespräch sofort beenden. Handelt es sich laut Telefonat um eine bekannte Person, sollte diese unter der bereits bekannten Nummer selbst zurückgerufen werden.

Geld sollte niemals an Unbekannte übergeben werden. Öffentliche Amtsgebäude wie Polizeidienststellen oder die Staatsanwaltschaft werden von Betrügern häufig als angebliche Übergabeorte genannt, um Vertrauen zu schaffen. Auch das Vortäuschen von Polizisten oder Staatsanwälten ist dabei keine Seltenheit.

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/telefonbetrug-durch-schockanrufe/.