Die Flucht eines Mannes aus einer Psychiatrie in Freudenstadt löste am Montag eine stundenlange Suchaktion der Polizei aus – am Abend sei er gefunden worden. Hier die Infos der Polizei.
Ein Mann war am Montagnachmittag aus einer Psychiatrie in Freudenstadt geflohen – die Polizei suchte auch mit einem Hubschrauber nach dem Mann.
Wie Alexander Uhr, Pressesprecher des Polizeipräsidiums in Pforzheim, auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt, sei der Mann „wohlbehalten“ gefunden worden. Wir haben die Infos zum Stand des Falls.
Mehr als drei Stunden suchten Einsatzkräfte der Polizei den Geflohenen in Freudenstadt, später auch in Loßburg. Wie ein Pressesprecher der Polizei unserer Redaktion bereits am Montag mitgeteilt hatte, habe es sich um einen psychisch erkrankten, etwa 30 Jahre alten Mann gehandelt, der aus einer Psychiatrie in Freudenstadt gegen 15.30 Uhr geflohen sei.
Wo wurde er gefunden?
Kräfte der Kriminal- und Schutzpolizei, der Verkehrspolizei sowie Hundeführer suchten nach dem Mann, und auch ein Polizeihubschrauber aus Stuttgart kam zum Einsatz. Gegen 18.50 Uhr sei der Geflohene dann gefunden worden, berichtet Uhr. Demzufolge habe der Mann sich in einer Wohnung aufgehalten. Um welche es sich dabei gehandelt habe, teilt der Sprecher nicht mit – die eigene Wohnung des Mannes sei es jedoch nicht gewesen.
Große Suchaktion wegen Selbstgefährdung
Bei dem 30-Jährigen sei bereits am Montagnachmittag auszuschließen gewesen, dass er eine Gefährdung für andere Menschen darstelle, erzählt Uhr. Wie kam es also zu dem großen Aufwand bei der Suchaktion? Der psychisch Erkrankte soll mehr seines eigenen Schutzes wegen so aufwendig gesucht worden sein, statt dass er als Gefährdung anderer Menschen eingeschätzt worden sei, erklärt der Pressesprecher weiter.
Seit Montagabend befinde sich der Geflohene laut Polizei in ärztlicher Behandlung – und das scheinbar unverletzt und „wohlbehalten“.
Anmerkung der Redaktion: In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen - es sei denn, die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie bei der Telefonseelsorge unter 0800/1110111 oder 0800/1110222 und unter www.telefonseelsorge.de/. Eine Liste mit Hilfsangeboten findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: www.suizidprophylaxe.de/