Unfallschwerpunkt in Lörrach: Die Kreuzungssituation Schillerstraße/Zeppelinstraße/Brühlstraße wird durch die Bahnlinie noch komplexer. Foto: Jan Boller

Die Anzahl der Unfälle im Gebiet des Polizeireviers Lörrach ist insgesamt leicht zurückgegangen. Aber: In einigen Bereichen sind deutliche Steigerungen festzustellen.

Aufs Ganze besehen verzeichnete die Polizei im ReviergebietLörrach, Steinen und Inzlingen – 731 Unfälle (2024: 748). 233 Menschen verletzten sich leicht, 44 schwer (246 und 42), wie Revierleiter Christian Schmidt und sein Stellvertreter Christian Pfaff bei der Vorstellung der aktuellen Polizeistatistik erläuterten.

 

Die Unfallschwerpunkte in der Stadt Lörrach

Unfallschwerpunkt in der Stadt Lörrach war die Kreuzung Schiller-/Zeppelin-/Brühlstraße (neun Unfälle), gefolgt von der Kreuzung Brühl-/Baumgartner Straße (drei Unfälle) und dem Kreisverkehr Schiller-/Basler-/ Clara-Immerwahr-Straße (drei Unfälle).

Die „Hasenloch-Kreuzung“ auf der B 317 sei zwar in der Langzeitbetrachtung die am stärksten betroffene Unfallhäufungsstelle im Reviergebiet: Im Jahr 2025 ereigneten sich dort aber lediglich zwei schwere Unfälle. Zu beachten sei, so Pfaff, „dass sich die sogenannten Kleinstunfälle – etwa Auffahrunfälle, Spiegelstreifer etc. – ohne Verletzte nicht in der Statistik wiederfinden.“

Die Unfallursachen im Reviergebiet

Im vergangen Jahr wurden 86 Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit registriert: deutlich mehr als im Vorjahr (64). Dennoch, so Schmidt und Pfaff unisono, spiele insbesondere im Stadtgebiet Lörrach das Thema „hohe Geschwindigkeit“ eine vergleichsweise untergeordnete Rolle – ganz im Gegensatz zum Südschwarzwald, wo es etwa auf Bundesstraßen immer wieder zu schwereren Unfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit kommt.

Dies spiegelt auch der Umstand wider, dass insgesamt lediglich 28 Motorradunfälle im Revier aufgenommen wurden (26).

Auffällig: Während im Jahr 2024 lediglich zwölf Unfälle auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen waren, krachte es diesmal 29 Mal aus diesem Grund: eine Steigerung um 141 Prozent.

Verkehrsunfälle mit Personenschaden

Die Anzahl der in Unfälle verwickelte Fußgänger hat sich deutlich auf 35 erhöht (24), dagegen ist die Unfallbeteiligung von Fahrradfahrern auf 103 zurückgegangen (123).

Positiv: Es waren wesentlich weniger Kinder an Unfällen beteiligt (17, im Vorjahr 24). Und: Todesfälle waren nicht zu verzeichnen.

Noch immer auf niedrigem Niveau, aber deutlich steigend, ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit „Elektrokleinfahrzeugen“ – sprich: etwa E-Roller. Sie stieg von vier auf zehn. Unterdessen blieb die Menge der offiziell aufgenommenen Unfallfluchten mit 403 (411) unverändert auf hohem Niveau.