Ein Polizeieinsatz bei der Rottweiler Synagoge sorgte kürzlich für Aufsehen. Eine Bürgerin hatte die Kräfte wegen eines Verdächtigen alarmiert.
Dass die Polizei an der Rottweiler Synagoge in der Nägelesgrabenstraße immer wieder Präsenz zeigt und die Umgebung beobachtet, ist bekannt. Aufregung herrschte hingegen am Morgen des 23. Februar. Eine Zeugin hatte nach einer aus ihrer Sicht verdächtigen Beobachtung die Polizei gerufen. Auf Nachfrage erhalten wir von Fabian Herkommer, Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, Details zum Einsatz.
Er klärt auf: Bei dem Einsatz, der sich am 23. Februar gegen 10.45 Uhr ereignete, habe es sich letztlich um „falschen Alarm“ gehandelt.
Mann hinter Büschen entdeckt
Eine Zeugin hatte der Polizei einen verdächtigen Mann gemeldet, der sich im Umfeld der Synagoge immer wieder hinter Büschen verstecken würde. „Bei der Überprüfung stellten die Polizeibeamten jedoch fest, dass es sich bei dem Mann um einen Angehörigen der Synagoge handelte, welcher berechtigt mit Arbeiten um die Synagoge herum beschäftigt war“, so Herkommer.
Polizei zeigt immer wieder Präsenz
Gleichwohl ist die Polizei, was eine mögliche Bedrohungslage bei der Synagoge angeht, bereits seit Jahren sensibilisiert. Nach den tödlichen Schüssen vor einer Synagoge in Halle im Oktober 2019 waren die Schutzmaßnahmen für jüdische Einrichtungen überall im Land verstärkt worden.
Seitdem zeigt die Polizei – und das nicht nur zu besonderen jüdischen Feiertagen oder Veranstaltungen – immer wieder Präsenz und beobachtet die Umgebung.
Nach den Militärschlägen der USA und Israels gegen den Iran und der darauf folgenden Eskalation im Nahen Osten ist das Thema Bedrohungslage verstärkt in den Fokus gerückt. Zur Gefährdungslage vor Ort beziehungsweise den Objektschutzmaßnahmen gibt es von der Polizei Konstanz keine Auskunft. Am Dienstagmorgen war die Polizei jedoch auch vor der Synagoge in Rottweil präsent.