Schon früher fanden Corona-Proteste statt, wie hier im November auf dem Rathausplatz. Ein für Samstag, 1. Mai, geplanter Aufzug durch die Stadt wurde abgesagt. Foto: Singler Foto: Schwarzwälder Bote

Demonstration: Polizei trotzdem in der Innenstadt im Einsatz

Donaueschingen (guy) Doch keine Protest-Aktion gegen die Corona-Maßnahmen: Eigentlich hatte ein Veranstalter geplant, am Samstag, 1. Mai, mit einem Aufzug durch Donaueschingen zu laufen, um Unmut gegenüber des Corona-Kurses der Bundesregierung zu äußern. Eine entsprechende Anmeldung war im Laufe der vergangenen Woche bei der Donaueschinger Stadtverwaltung eingegangen.

Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte, wurde die Veranstaltung schließlich spontan am Freitag, 30. April, abgesagt. Zu den Gründen äußert sich die Stadt nicht. Ursprünglich war der Aufzug für rund 30 Personen angemeldet, zum Veranstalter machte die Stadt keine Angaben.

Aber tauchten am Samstag dann doch Leute in der Stadt auf? Nein. Bei regnerischem Wetter war am 1. Mai lediglich ein Polizeiwagen vertreten. Wohl um zu überwachen, ob sich nicht doch jemand trifft. Hätten sich trotz der Absage Personen eingefunden, dann hätten die verschärften Kontaktbeschränkungen der Corona-Verordnung eingehalten werden müssen. Das bedeutet: "So sind Treffen aktuell nur noch mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person erlaubt. Die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 13 Jahre zählen dabei weiterhin nicht mit", sagt Rathaussprecherin Beatrix Grüninger.

Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung hat es in der Stadt schon zuvor gegeben, bislang allerdings nie in Form eines Aufzuges, bei dem sich die Teilnehmer durch die Stadt bewegen.

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