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Polizei findet 80 Kilogramm Marihuana Bisinger Drogendealer muss ins Gefängnis

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Marihuana wurde einem jungen Bisinger zum Verhängnis. Foto: © pattersonic - stock.adobe

Hechingen/Bisingen - Im Prozess um die bislang größte Drogenmenge, die bislang im Zollernalbkreis gefunden wurde, hat das Hechinger Landgericht den angeklagten 28-jährigen Bisinger wegen Beihilfe zu einer Haftstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt.

Knapp 80 Kilogramm Marihuana wurden nachts im Dezember vergangenen Jahres in einer Lagerhalle im Bisinger Gewerbegebiet "Hinter Stöck" verladen. Ein ausgelöster Alarm rief den Hausmeister und mit ihm die Polizei auf den Plan, die mit Hunden und einem Hubschrauber anrückte. Die konnten einen Mann festnehmen, zwei weitere flüchteten - einer davon ein junger Bisinger, der erst ein halbes Jahr später in Pforzheim festgenommen werden konnte. Er hatte die Aufsicht über die Halle gehabt.

"Sie sind Bewährungsbrecher", sagte der Richter

Wegen Beihilfe verurteilte ihn nun das Hechinger Schöffengericht deshalb zu sechseinhalb Jahren Haft. Denn die Kammer ging nicht davon aus, dass der Mann der Drahtzieher des Drogendeals war. "Sie sind ein ganz gewöhnlicher Krimineller", befand der Vorsitzende Richter. Darum hätte der Angeklagte gar nicht die finanziellen Mittel für ein solches Drogengeschäft gehabt, gleichwohl er Kontakte zum kriminellen Milieu habe.

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Doch spreche die lange Liste an Vorstrafen gegen den Mann. "Sie sind Bewährungsbrecher", sagte der Richter. Aber: Er habe gar nicht die Abnehmer für solch eine große Menge an Cannabis gehabt. Was zudem gegen die Theorie spreche, dass er der Auftraggeber des Drogenverkaufs gewesen sei, sei, dass er selber am Tatort war. "Der Dealer, der so was einfädelt, sitzt an so einem Abend in einer Bar in Frankfurt und trinkt einen Longdrink", war der Richter überzeugt.

In Entzugsklinik von Drogensucht befreien

Emotional wurde es bei der Urteilsverkündung, als der Jurist dem Angeklagten ins Gewissen redete. "Ihre Ehefrau ist ihr größtes Glück", sagte er, woraufhin diese im Zuschauerbereich in Tränen ausbrach. Sie würde zu ihm halten, obwohl sie mit seiner Suchtproblematik nur schwer zurechtkommen würde.

Das war auch mit ein Grund, warum das Gericht - entgegen der Meinung des psychologischen Sachverständigen - die Einweisung des Angeklagten in eine Entziehungsklinik anordnete. Dort hat er die Chance, sich von seiner jahrelangen Drogensucht zu befreien. Der Vorsitzende Richter machte jed­och auch klar: "Das wird kein Zuckerschlecken. Wenn sie da einknicken oder zu bescheißen versuchen, dann sitzen Sie Ihre komplette Strafe ab." Der verurteilte 28-Jährige signalisierte, dass er sich dessen bewusst sei.

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