Während die Fasnet in Schramberg aus polizeilicher Sicht insgesamt ruhig verlief, sorgte ein Mann am Sonntagmorgen für einen Einsatz, der über reine Hilfeleistung hinausging. Foto: : Jens Kalaene/dpa

Kaum Vorkommnisse an der Fasnet – bis auf eine Ausnahme am frühen Sonntagmorgen.

Eine insgesamt ruhige Fasnet hat die Polizei Schramberg erlebt. „Es hat keine größeren Auseinandersetzungen gegeben“, sagte Revierleiter Jürgen Lederer auf Anfrage.

 

Ganz ohne Vorkommnisse verlief das Wochenende jedoch nicht. Lederer sprach von einer „wirklich unangenehmen Geschichte“, die sich am frühen Sonntagmorgen in Sulgen ereignet habe.

Gegen 4 Uhr entdeckte eine Polizeistreife in der Schramberger Straße einen Mann, der am Straßenrand stand und sich übergab. Die beiden Beamten hielten an, um Hilfe zu leisten. Dabei stellten sie fest, dass der 47-Jährige stark am Kopf blutete. Umgehend wurde der Rettungsdienst alarmiert. Die Besatzung des Deutsches Rotes Kreuz stellte fest, dass die Kopfverletzung genäht werden musste, und wollte den Mann zur weiteren Behandlung mitnehmen.

Kopfwunde

Der Mann leistete jedoch erheblichen Widerstand. „Er wehrte sich so stark, dass er zu seinem eigenen Schutz fixiert werden musste“, berichtete Lederer. Ein Polizeibeamter begleitete daraufhin den Transport im Rettungswagen und nahm neben der Trage Platz. Während der Fahrt kam es zu dem Vorfall, den Lederer als besonders unangenehm schilderte: Der offensichtlich stark alkoholisierte Mann spuckte dem Polizeibeamten unvermittelt mitten ins Gesicht.

Gerade weil der Einsatz der Beamten der medizinischen Versorgung eines Verletzten diente, wiegt der Übergriff besonders schwer. Für den betroffenen Polizeibeamten blieb von der nächtlichen Hilfeleistung eine unnötig demütigende Erfahrung zurück.