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Polizei auf Facebook und Co. "Die sozialen Medien sind kein rechtsfreier Raum"

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Auch auf Facebook veröffentlicht das Polizeipräsidium regelmäßig Meldungen. Foto: Screenshot Facebook

Kreis Calw - Seit knapp einem Jahr ist das Polizeipräsidium Pforzheim, das auch für den Kreis Calw zuständig ist, auf Facebook und anderen sozialen Medien vertreten. Täglich berichtet die Polizei dort von Fällen aus ihrem Einsatzgebiet, informiert über ihre Kampagnen, startet Zeugenaufrufe. Zusammen mit seinem Kollegen Christian Schulze betreut der Polizist Dirk Wagner die Social-Media-Kanäle des Präsidiums. Seine Zwischenbilanz nach den ersten elf Monaten fällt positiv aus.

Herr Wagner, warum muss das Polizeipräsidium Pforzheim einen eigenen Facebook-Kanal besitzen?

Soziale Medien sind nahezu überall präsent und haben sehr großen Einfluss, was die Meinungsbildung angeht. Nachrichten erreichen die User direkt auf dem Handy oder dem Tablet. Beobachtet man morgens in der Bahn oder dem  Bus die Menschen, so hat nahezu jeder ein Smartphone in der Hand und informiert sich offensichtlich, was in der Welt so passiert ist. Gerade in den sozialen Medien sind aber auch Fake-News, Verschwörungstheorien, Hasskommentare, Betrügereien und so weiter unterwegs, weshalb die Polizei in den sozialen Medien präsent sein muss. Die sozialen Medien sind kein rechtsfreier Raum. Weiterhin gibt es Ereignisse, bei welchen die Polizei Menschen direkt und schnell erreichen will, wie zum Beispiel bei Warnungen vor Gefahren und Fahndungen. Von großer Bedeutung sind auch Themen der Prävention, der Nachwuchswerbung und der Imagepflege. Aus diesen genannten Gründen ist es wichtig, dass die Polizei auf verschiedenen Kanälen in den sozialen Medien präsent ist.

Auf welchen Social-Media-Kanälen ist die Polizei vertreten?

Die Polizei Baden-Württemberg ist als Gesamtes bei Instagram vertreten. Darüber hinaus hat jedes Polizeipräsidium einen eigenen Facebook- und Twitter-Account. Wir bedienen daher auch beim Polizeipräsidium Pforzheim einen Facebook- und einen Twitteraccount. Während wir Facebook als Informationskanal der Polizei Pforzheim betreiben, nutzen wir Twitter darüber hinaus auch für einsatzbegleitende Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation bei großen Einsätzen.

Wird die Präsenz der Polizei in den Sozialen Medien immer wichtiger?

Die Kanäle werden immer wichtiger, da soziale Medien immer größeren Einfluss gewinnen. Es ist hier unser Beitrag, die polizeiliche Arbeit transparent darzustellen, Bürgerinnen und Bürger zu informieren sowie Präsenz zu zeigen, da das Netz kein rechtsfreier Raum ist.

Nach welchen Kriterien wählen Sie aus, was auf Facebook landet?

Grundsätzlich wählen wir aktuelle Themen der Prävention und der Einstellungsberatung aus. Darüber hinaus berichten wir auf Facebook über herausragende Ereignisse, die wir bereits im Presseportal veröffentlich haben. Pressemitteilungen werden in der Regel mit einem zeitlichen Verzug veröffentlicht. Aktuelle Ereignisse, bei den vor Gefahren gewarnt, Zeugen gesucht oder gefahndet wird, werden sofort veröffentlicht.

Welche Rückmeldungen erhalten Sie von den Facebook-Nutzern?

Wir erhalten überwiegend positive Rückmeldungen. Natürlich sind da auch manchmal Hasskommentare oder vermutete Verschwörungstheorien dabei.

Hilft ein Facebook-Auftritt ganz konkret dabei, Erfolge bei der Polizei-Arbeit zu erzielen?

Facebook, aber auch Twitter und Instagram helfen uns dabei, die polizeiliche Arbeit transparenter darzustellen. Darüber hinaus ermöglicht es uns auch, die Polizistin oder den Polizist als Menschen darzustellen und auch andere Einblicke in die Polizeiarbeit zu gewährleisten. Durch veröffentlichte Beiträge konnten wir bereits mehrere Vermisste auffinden und wichtige Zeugenhinweise erlangen. Ein großer Erfolg ist auch, dass wir dadurch unser Image pflegen und großen Rückhalt in der Bevölkerung genießen. Ein großer bundesweiter Erfolg ist die noch andauernde Kampagne zur Rettungsgasse: #MachPlatz und #WirWollenRetten!

Der Instagram-Kanal ­Polizei_BW der gesamten Landespolizei feierte kürzlich Ihren 50.000. Follower. Wie sind die Zahlen beim Polizeipräsidium Pforzheim?

Die Online-Auftritte unseres Polizeipräsidiums sind noch sehr jung und feiern bald den ersten Geburtstag. Nach elf Monaten haben wir auf Facebook über 7500 und auf Twitter über 1300 Follower. Im Vergleich zu anderen Präsidien, welche die Kanäle bereits seit vielen Jahren betreiben, liegen wir mit deren Followerzahlen entsprechend mit deutlichem Abstand zurück.

Das Gebiet des Polizeipräsidiums Pforzheim erstreckt sich über zwei verschiedene Dialekt-Sprachräume. Sie versehen Ihre Beiträge oft mit dem badischen Hashtag "wasischpassiert". Auf Schwäbisch müsste es ­"wasischbassiert" heißen. Wurde darüber schon diskutiert?

(lacht) Ja, die Sache mit den Dialekten. Der Hashtag ­"wasischnbassiert" hat sich spontan ergeben und ist tatsächlich eher der Pforzheimer Region zuzuordnen. Der Hashtag wird aber tatsächlich überregional positiv mit einem Augenzwinkern gefeiert. Mal schauen, wie der sich so weiterentwickelt. Natürlich gibt es aber auch Ereignisse, bei denen sich dieser Hashtag nicht eignet.

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