Stadträte der BiM und der OGL beantragen, die Stelle des Bürgermeisters Zimmermann testweise zu streichen. Rudolf Bok aus Nordstetten hält das ebenfalls für richtig.
Der Bürgermeister in Horb ist Geldverschwendung. Die Argumente in dem Antrag der OGL und der BiM zur Abschaffung des Beigeordneten bei der Stadt Horb sind sachlich und fachlich gut begründet – der Antrag verdient Unterstützung.
Das ist, unter anderem, eine richtige Maßnahme auf die vom OB am 14. Januar in dieser Zeitung gestellte Frage „Brauchen wir das wirklich ?“, bei der von ihm verordneten Haushaltssperre.
Aber im Raum stehen Kürzungen bei den Kitas und den dörflichen Hallen und den Ortschaftsverwaltungen sowie Schließung des Familienbads.
Spareffekt: Rund 200 000 Euro
Rosenberger erwähnt aber mit keinem Wort, dass in der Verwaltung allein mit dem Wegfall des nicht notwendigen und nicht vorgeschriebenen Ersten Beigeordneten circa 200 000 Euro eingespart werden könnten, was weniger Bürokratie, schnellere Abläufe, keine Behinderung infolge direkter Kommunikation zwischen den Fachbereichsleitern und dem OB bringen würde – also nur Vorteile für Bürger und Stadt.
Und zu fragen ist: Warum nimmt OB Rosenberger in Pressegesprächen öfters Herrn Zimmermann mit? Braucht er doch nicht, er kann sich doch selbst erklären, und wenn Fachfragen kommen, kann er jeweils den zuständigen Bereichsleiter hinzurufen und Herrn Zimmermann nicht von der Arbeit abhalten. Die öffentliche Doppelpräsenz von OB und BM, auch bildhaft, erweckt den Eindruck der eigenen und persönlichen Wahlwerbung – das darf nicht sein.
Was ist mit dem Bad-Prozess?
In seinen Presseerklärungen vermeidet Rosenberger zudem, die Horber über den aktuellen Verfahrensstand des seit sechs Jahren laufenden teuren Neckarbadprozess zu informieren, obwohl es seine Pflicht ist und daran eindeutig öffentliches Interesse besteht. Wann wird den Bürgern endlich reiner Wein eingeschenkt?
Ich hoffe und wünsche, dass der Antrag der OGL und der BiM im Gemeinderat eine Mehrheit erhält.
Rudolf Bok, Horb-NordstettenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.