Die sozialen Medien sind für den Ministerpräsidenten ein wichtiges Thema. Bislang hat er aber keinen TikTok-Kanal. Wird sich das bald ändern?
Könnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ebenso wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) künftig auf TikTok unterwegs sein? Einen eigenen Kanal hat der Ministerpräsident aktuell nicht. Ein Regierungssprecher kündigte aber am Dienstag an: „Wir gucken uns das an. Der Kanzler ist ja jetzt auch auf Tiktok.“
Zuletzt hatten nicht nur der Bundeskanzler, sondern auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) begonnen, die Plattform zu bespielen. Bislang hat vor allem die AfD in dem sozialen Netzwerk Erfolg.
Bei der Landespressekonferenz am Dienstag betonte Kretschmann die Rolle der sozialen Medien: „Ich habe Gespräche mit führenden Soziologen geführt über die Situation in Deutschland, Europa und der ganzen Welt und der Frage, nach dem Erstarken rechtspopulistischer und rechtsradikaler Kräfte. Da gibt es unterschiedliche Beurteilungen, aber alle sind der Meinung, dass die sozialen Medien eine überragend wichtige Rolle spielen.“
TikTok und die Kommunalwahl
Mit Blick auf den aufziehenden Kommunalwahlkampf sieht Kretschmann und seine Regierung das Thema aber eher bei den Parteien: Innerhalb der Landesfraktion habe er das Thema bereits angesprochen, sagte der Ministerpräsident. Was die eigene Partei anbelangt, so sieht er allerdings noch Luft nach oben. Die Regierung könne sich im Wahlkampf nur bedingt einmischen. „Wir sind da zu Zurückhaltung und Neutralität verpflichtet.“
Auch der Regierungssprecher betonte: „Letztlich müssen den Wahlkampf andere führen. Daher ist es die Aufgabe der Parteien und Listen dort präsent zu sein.“ Er könne die Entscheidung von Parteien, auf TikTok präsent zu sein nachvollziehen. „Es ist glaube ich richtig, dahin zu gehen, wo die Leute aktuell auch sind.“