Für den Offenburger FV (in rot), hier noch im Pokal-Viertelfinale der Vorsaison gegen den Freiburger FC, ist diese Pokalrunde nach dem 2:3 in Fautenbach schon zu Ende. Foto: Heck Foto: Lahrer Zeitung

Fußball: OFV scheitert in der Pokal-Qualifikation am Kreisligisten / OFV-Coach Pfahler: "Ist eine Katastrophe"

Die Saison im SBFV-Pokal hat gerade erst begonnen – und ist für den Offenburger FV doch schon wieder beendet. In der Quali-Runde kassierte der Verbandsligist eine völlig überraschende Niederlage gegen den Kreisligisten SV Fautenbach.

SBFV-Pokal, Qualifikation: SV Fautenbach - Offenburger FV 3:2 (1:1). Die Erklärungen fallen OFV-Coach Benjamin Pfahler auch zwei Tage nach der Pokal-Blamage in Fautenbach noch schwer. "Die Vorbereitung war gut. Erst vor einer Woche haben wir ein Vorbereitungsturnier gegen Profi-Mannschaften gewonnen und verlieren jetzt gegen einen Kreisligisten. Das ist eine Katastrophe und unerklärlich", so der Trainer im Gespräch mit der Lahrer Zeitung am Sonntag.

Beim Turnier in Griesheim hatte der OFV den Bahlinger SC 3:0 besiegt und im Finale den französischen Viertligisten FR Haguenau im Elfmeterschießen bezwungen. Der Kontrast zur 2:3-Niederlage in Fautenbach könnte kaum größer sein – und ist für den OFV-Coach zumindest der Ansatz einer Erklärung für das Unerklärliche. "Es ist nicht so leicht, nach solchen Spielen gegen hochklassige Teams die Konzentration gegen einen unterklassigen Gegner hochzuhalten. Wir haben als Trainerteam davor gewarnt, dass wir das gegen Fautenbach müssen. Doch das ist nicht bei allen angekommen. Ich möchte nicht alle meine Spieler über einen Kamm scheren, aber einige haben sich speziell im Umschaltspiel nicht so präsentiert, wie ich das von ihnen kenne", formuliert Pfahler seine Kritik sehr diplomatisch.

Was die Sensation für die Gastgeber aus der Kreisliga A noch größer macht: Der OFV ging am Freitag durch den Treffer von Fabio Kinast sogar in Führung (27.). "Mit dem Treffer zum 1:1 haben sie aber gemerkt, dass gegen uns etwas möglich ist", so Pfahler. Jonas Vath besorgte noch vor der Pause den Ausgleich für die Hausherren (43.).

Slapstick-Eigentor und Sonntagsschuss schocken die Gäste

Schon acht Minuten nach dem Seitenwechsel legte der krasse Außenseiter zwei Treffer nach. "Beim 1:2 köpft unser Innenverteidiger zurück zum Keeper, der in dem Moment rauskommt. Das war ein Slapstick-Eigentor. Und beim 1:3 trifft Vath den Ball volley mit einem Sonntagschuss und jagt ihn in den Winkel", erklärt Pfahler. Marco Junker gelang in der 77. Minute lediglich noch der Anschlusstreffer zum 2:3, dann war die Pokal-Sensation perfekt. "Fautenbach hat seltsam gespielt indem sie bei eigenen Angriffen immer nur mit zwei bis drei Mann nach vorne gekommen sind. Der Rest blieb hinten und hat extrem leidenschaftlich verteidigt. Da muss ich ihnen auch ein Kompliment für machen", so Pfahler.

Die überraschende Niederlage der Offenburger wurde am Samstag auch bei der Kadervorstellung des SC Lahr mit Interesse registriert. Anstelle des Derbys gegen den OFV kommt es nun in der ersten Pokalrunde nämlich zum Duell SCL gegen SVF. Wenn die Fautenbacher dann den nächsten Verbandsligisten aus dem Wettbewerb schießen, ist ihnen der Ruf als Pokalschreck sicher.OFV: Witt; Hirth, Wollny (46. Pies), Harter, Junker, Weschle, Leist, Kinast, Kopf, Ernst (63. Carolina), Feger (46. Kehl).Tore: 0:1 Kinast (27.), 1:1 Vath (43.), 2:1 Hirth (49./Eigentor), 3:1 Vath (53.), 3:2 Junker (77.).

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