Auf dem Bauch liegend Pokale gewinnen: Klingt ungewöhnlich, aber diese Chance bietet sich Betrieben, Vereinen und sonstigen Vereinigungen aller Art ab Freitag beim Pokalschießen im Rangendinger Schützenhaus.
Konzentriert mit dem Luftgewehr im Anschlag auf dem Tisch liegen, bis dann der Schuss fällt: Beim Pokalschießen von Freitag, 20. September, bis Sonntag, 22. September, werden voraussichtlich wieder dutzende Teilnehmer versuchen, genau ins Schwarze zu treffen.
Wie Oberschützenmeister Ralf Dieringer erklärt, trainieren einige der Teilnehmer bereits seit der letzten Woche: Sowohl am Mittwoch und Freitag der vergangenen Woche, als auch an diesem Mittwoch seien beim Vorbereitungstraining alle fünf Schießstände besetzt gewesen. Eigentlich habe man noch zwei weitere Plätze gehabt, aber man wollte das Jugendtraining nicht ausfallen lassen, so Dieringer. Beim Wettkampf werden alle sieben Stände zur Verfügung stehen.
Die Mannschaften gehen beim Pokalschießen als Dreier- und Viererteams ins Rennen – jede teilnehmende Gruppe kann mehrere Teams stellen.
Im vergangenen Jahr waren viele Frauen beim Wettkampf mit dabei
Gewertet werden die besten drei Mitglieder eines Teams: Wer also einen vierten Mann oder eine vierte Frau im Team hat, habe also einen Joker, so Dieringer. Wer am Wochenende solo sein Glück probieren möchte, kann stattdessen beim Preisschießen mitmachen, das auch für Nichtschützen gut geeignet sei: Für 50 Cent pro Schuss kann man sich probieren. Der Oberschützenmeister verrät uns vorab, dass sich die 15 besten Preisschützen von einem Preistisch ihren Gewinn aussuchen dürfen – in Reihenfolge der Platzierung.
Laut Dieringer wird es beim diesjährigen Pokalschießen wieder getrennte Herren- und Damenklassen geben: Bestehen alle Mitglieder eines Teams aus Schützinnen, nehmen sie in der Damenklasse teil. Gemischte Teams aus Männern und Frauen kommen automatisch in die Herrenklasse.
Auf die Frage, ob im Hinblick auf diese Regelung die meisten Teilnehmer eher Männer seien, erklärt Dieringer: „Eigentlich kann man sagen, dass auch bei den Damen das Schießen gut ankommt.“ Immerhin seien im vergangenen Jahr geschätzt zehn Damenmannschaften auf 15 Herrenmannschaften gekommen. Außerdem, so betont er, lasse sich beim Schießsport generell kein Leistungsunterschied zwischen den Geschlechtern feststellen.
Ab zwölf Jahren kann man teilnehmen
Ebenfalls keine Leistungsunterschiede gebe es „von klein bis ganz groß“: Da in diesem Jahr mit dem Luftgewehr statt mit Kleinkaliber geschossen wird – die zwei Disziplinen wechseln sich Jahr für Jahr ab – liegt das Mindestalter für die Teilnahme bei zwölf Jahren. Das sei kein Problem, denn das Ziel sei beim Luftgewehr immer zehn Meter entfernt und damit auch für junge Neueinsteiger gut zu treffen. Teilnehmer mit Behinderung oder mit Rückenproblemen dürfen auch im Sitzen statt im Liegen schießen. Der Oberschützenmeister hofft auch, dass in diesem Jahr mehr Jugendliche mitmachen: Im letzten Jahr sei die jüngste Teilnehmerin 16 gewesen, obwohl das Mindestalter bei Kleinkaliber bei 14 Jahren liege.
Neu ist in diesem Jahr, dass es zum ersten Mal einen Wanderpokal gibt: Das beste Team aus allen Klassen darf ihn für ein Jahr behalten und auch nach Hause mitnehmen.
Der Schießsport fördert die Konzentration und Körperbeherrschung
Dieringer freut sich schon auf den Wettkampf. Gerade das Preisschießen sei ihm wichtig: „Dadurch kommen Leute mit dem Schießen in Kontakt, auch wenn sie ihm vielleicht skeptisch gegenüberstehen.“ So könnten Vorurteile werden und der Verein habe die Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit vorzustellen: Denn eigentlich habe jeder was vom Schießsport, da er Konzentration und Körperbeherrschung fördere.
Der Ablauf
Die Schießtermine
beim Pokal- und Preisschießen sind sind am Freitag, 20. September von 19 bis 23 Uhr, am Samstag von 14 bis 17 Uhr und am Sonntag von 9 bis 16 Uhr. Die Siegerehrung ist am Sonntag, circa um 17.30 Uhr.
Eine Anmeldung
ist spätestens am Freitag beim Training oder per Mail möglich. Das Startgeld inklusive Versicherung kostet beim Pokalschießen 20 Euro pro Mannschaft.