Für den FC Basel sind nach dem 1:2 gegen St. Gallen auch die letzten Titelhoffnungen erloschen.
Es hätte ein Traumstart für Neu-Trainer Stephan Lichtsteiner werden können. Zuerst das Matchball-Spiel in der Europa League gegen Viktoria Pilsen, dann das Spitzenspiel gegen den FC Thun in der Schweizer Super League, nun das Viertelfinale im Schweizer Cup beim FC St. Gallen.
Statt drei Erfolgen und dem optimalen Start in der Grenzecke setzte es drei bittere Niederlagen. Nach dem Ausscheinen in der Europa League, 13 Punkten Rückstand auf Rang eins der Super League und dem Aus im Schweizer Cup scheinen auch die letzten Titelhoffnungen für den amtierenden Double-Sieger geschwunden.
Der FC St.Gallen erwischte einen Traumstart: Bereits nach 53 Sekunden brachte Aliou Baldé die Ostschweizer in Führung. Der FC Basel zeigte sich vom Blitzstart des Heimteams sichtlich beeindruckt und fand im gesamten ersten Durchgang kaum ins Spiel.
Die Basler taten sich schwer damit, Struktur und Tempo in ihr Spiel zu bringen. Erst kurz vor der Pause gelang ihnen der erste Torabschluss: Andrej Bacanin zog aus rund 16 Metern ab, verfehlte das Ziel jedoch knapp. Insgesamt blieb der Auftritt der Gäste in der ersten Halbzeit harmlos.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der FCB deutlich verbessert. Mit mehr Ballbesitz und mehr Druck auf das gegnerische Tor erspielten sich die Basler nun bessere Möglichkeiten. Der verdiente Lohn folgte nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit: Der zur Pause eingewechselte Giacomo Koloto köpfte eine Flanke von Bénie Traoré zum 1:1-Ausgleich ein. Für den 18-Jährigen war es ein bemerkenswerter Treffer.
Doch die „Bebbi“ konnten den Schwung nicht mitnehmen. Nach dem Ausgleich verloren sie erneut den Faden und gerieten defensiv mehrfach in Bedrängnis. St.Gallen übernahm wieder das Kommando und drängte auf den Siegtreffer.Dieser fiel schließlich spät und aus Basler Sicht besonders bitter: In der Nachspielzeit traf Carlo Boukhalfa zum 2:1 für die Ostschweizer. Der Zeitpunkt war unglücklich für den FCB, der Erfolg der St.Galler jedoch aufgrund der Spielanteile und der Anzahl an Chancen durchaus verdient.
So scheint es, als müssten sich die Basler Anhänger nach einem Jahr voller Erfolg langsam, aber sicher, mit einer Saison ohne Titel anfreunden.