Die SG Empfingen siegte im letzten Testspiel gegen Landesligist TSV Straßberg mit 2:1. Nun wird es am Samstag ernst. Dann geht es in der ersten Pokalrunde gegen Ligakonkurrent SV Nehren.Foto: Löffler Foto: Schwarzwälder Bote

Pokal: Empfingen spielt auswärts gegen Nehren / Wittendorf empfängt Rutesheim

Start in die erste Runde des Verbands-Pokals ist am Samstag, 24. Juli. Die SG Empfingen muss gegen Ligarivalen SV Nehren ran. Der SV Wittendorf hat gegen den Verbandsligisten SKV Rutesheim das schwerere Los gezogen.

SV Nehren – SG Empfingen (Samstag, 15.30 Uhr). Jetzt wird es also ernst für die SG Empfingen. Am Samstag tritt die Truppe von Philipp Wolf im Pokal bei Ligarivalen SV Nehren an und ist sicher nicht in der Favoritenrolle. Trotzdem wird man natürlich alles versuchen, die nächste Pokal-Runde zu erreichen, zumal dort mit dem Sieger aus dem Spiel TSG Tübingen gegen die Stuttgarter Kickers ein attraktiver Gegner wartet.

Kader ist aufgrund einiger Ausfälle extrem ausgedünnt

In den bisherigen Testbegegnungen hinterließ die SG durchaus einen guten Eindruck, auch wenn Trainer Philipp Wolf selten der ganze Kader zur Verfügung stand, sodass häufig experimentiert werden musste. Leider ist der Kader auch vor der Auswärtshürde in Nehren aufgrund zahlreicher Ausfälle verschiedenster Art arg ausgedünnt. So hat Wolf mit seinem Co-Spielertrainer Fabian Singer stand heute gerade mal 13 einsatzbereite Spieler, sodass er die beiden den Junioren entwachsenen Spieler, Max Blocher und Max Giese, mitnehmen wird, die er eigentlich behutsam an das Landesliganiveau heranführen wollte.

Da trifft es ich natürlich gut, dass der routinierte Neuzugang Timo Theurer einsatzbereit ist. Torjäger Nikolai Scheurenbrand setze zwar zuletzt mit dem Training aus, signalisierte aber, dass einem Einsatz wohl nichts im Wege stehe.

Auch Linksfuß Dominik Bentele stieg wieder ins Training ein und stände zumindest für einen Teileinsatz wieder zur Verfügung. Die Gastgeber des SV Nehren mit dem Ex-Talheimer Benjamin Schindler in ihren Reihen lagen bei Abbruch der vergangenen Saison auf einem guten fünften Rang mit deutlich weniger ausgetragenen Spielen als die Spitzengruppe. Einem Abgang zum SSV Reutlingen halten zwei starke Neuzugänge die Waage. Ein Spaziergang wird es also bestimmt nicht an die Steinlach gegen die Elf von Markus Leuthe und seinem Co-Trainer Pedro Keppler.

SV Wittendorf – SKV Rutesheim (Samstag, 15.30 Uhr). Zwei Wochen vor dem eigentlichen Rundenauftakt in der Landesliga gegen den FC Rottenburg ist die Erstrunden-Partie im WFV-Pokal gegen den Verbandsligisten aus Rutesheim ein richtiger Prüfstein, wie gut die Vorbereitung aus Sicht der Wittendorfer bis dato verlaufen ist.

Für Wittendorfs Trainer Stefan Jäkle ist es nach der langen coronabedingen Pause nicht weiter verwunderlich, dass die Vorbereitung nicht nach Wunsch verlaufen ist. "Wir haben doch mit einigen Problemen in der Vorbereitung zu kämpfen. Einige Verletzte, Kranke oder Spieler, die uns aus anderen Gründen im Training nicht zur Verfügung standen. Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt erhofft, dass wir 20 bis 30 Prozent weiter sind als jetzt. Aber ich denke so geht es dem Großteil der Vereine nach der langen Pause. Das bereitet mir keine Sorgen."

Die Leistungen in den Testspielen, vor allem gegen höherklassige Gegner, spiegelt diese Vorbereitung wider. "Im Spiel gegen Oberwolfach haben wir in Teilen eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Ähnliches gilt für das Spiel gegen Straßberg. Aber über die vollen 90 Minuten ist uns das", so Wittendorfs Trainer Stefan Jäkle, "nicht gelungen."

Die Wittendorfer gehen sicherlich gegen den Verbandsligisten aus Rutesheim nicht als Favorit in die Partie. Wollen sich aber dennoch trotz einiger Ausfälle nicht verstecken. Lucas Finkbeiner, Wittendorfs junger Torhüter, befindet sich im Aufbautraining nach seinem Muskelfaserriss. Radion Eckert und David Klein sind privat verhindert. Domenik Schillinger hat sich im letzten Testspiel am Knöchel verletzt und Dennis Tinnefeld steht auch nicht im Kader nach mehreren kleineren gesundheitlichen Rückschlägen. Tim Jung fehlt außerdem wegen einer Zahn OP.

Neuzugang Dennis Schneider hat sich schnell eingefunden

Erfreulich aus Sicht der Wittendorfer ist, dass sich Dennis Schneider, einer der zwei Neuzugänge, so schnell beim Landesligisten zurechtgefunden hat. "Dennis macht seine Sache richtig gut und bringt auch fußballerisch sehr viel mit. Er spricht sehr viel auf dem Platz und versucht seine Nebenleute zu unterstützen."

Die Gäste aus Rutesheim und ihr Trainer Marcel Pfeffer befinden sich bereits seit Anfang Juni in der Vorbereitung. Pfeffer ist seit Mitte November Cheftrainer beim Verbandsligisten und kennt den Verein in und auswendig. "Ich bin ein Ur-Rutesheimer und habe zuvor mehrere Jahre die A- beziehungsweise die B-Junioren trainiert. Den Großteil der Spieler, die jetzt bei den Aktiven mittrainiert, hatte ich schon in der Jugend unter meinen Fittichen." Die Rutesheimer werden, so Pfeffer, die Aufgabe beim Landesligisten mit dem gebotenen Respekt angehen und wollen natürlich eine Runde weiterkommen. "Über den SV Wittendorf wissen wir sehr wenig. Wir nehmen die Favoritenrolle an und freuen uns auf einen richtigen Pokalkampf vor hoffentlich vielen Zuschauern."

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