Der Andrang bei der Vernissage war riesig. Foto: Dorn

Zur Premiere der ersten Mitglieder-Ausstellung des Künstlervereins „Podium Kunst“ stellten 40 Künstlerinnen und Künstler im Schloss ihre Kunstwerke aus.

Zur Vernissage am Freitagabend konnte der Vereinsvorsitzende Lars Bornschein so viele Gäste begrüßen, dass er um ein gehauchtes „Wow!“ nicht umhin kam. Auch Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr bekannte in ihrem Grußwort, Foyer und Treppenhaus im Schloss noch nie so voll besetzt gesehen zu haben.

 

Im nunmehr 47. Vereinsjahr wollte „Podium Kunst“ seinen Mitgliedern ein Podium im besten Wortsinne geben, damit neue Mitglieder werben und das künstlerische Potenzial der Region ausloten, so Bornschein. Beides gelang vortrefflich. Die in den drei Ausstellungsräumen im Obergeschoss gezeigte Bandbreite mache stolz, so Eisenlohr.

Jahrhundertealte Herausforderungen

Die Würdigung der facettenreichen Ausstellung übernahm der renommierte Kulturjournalist des Schwarzwälder Boten, Bodo Schnekenburger. Alle Künstler hätten sich erfolgreich dem Atelieralltag und seinen je nach Maltechnik teils jahrhundertealten Herausforderungen stellen müssen. Jetzt seien die „Kabinette“ im Schloss zumindest ideell mit dem besonderen Geruch von Leinöl, Acrylfarben, verbrannter Asche oder Schweißrauchgasen durchsetzt.

Dementsprechend solle und dürfe man den Kunstwerken nicht mit musealer Ehrfurcht entgegentreten, sondern solle ganz bewusst in den Dialog mit der Kunst treten: „Werden Sie Teil der Ausstellung“, forderte er auf. Bei über hundert Besuchern der Vernissage war dies natürlich nur sehr eingeschränkt möglich. Die expressive Wucht der Abstraktionen und die Opulenz der Farbereignisse schlug einen dennoch in ihren Bann.

Objekt auf dem Kleiderbügel

Über allem schwebte im mittleren Raum mit dem „Hauchhaus“ ein Scherenschnitt-Raumobjekt aus Papier auf einem Kleiderbügel und auch in den beiden „Kabinetten“ zur Linken und zur Rechten dominierten großformatige Werke.

Das Objekt auf dem Kleiderbügel. Foto: Dorn

Mit gutem Auge hatten die Kuratoren darum weitere Bilder und Skulpturen zum stimmigen Ensemble komponiert.

In der „Küche“ hielt das Gastro-Team vom Café Hirschbrunnen Canapées und Getränke bereit. Nach einer guten Stunde fand die Vernissage ihren Abschluss im Foyer zu Jazz-Standards, gespielt von Valentin Melvin, Tommy Fuller und Ferenc Mehl und für einen guten Zweck wurden von den Künstlern gespendete Werke unter den Gästen verlost.

Finissage am 4. Januar

Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 13 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet, am Wochenende 27. und 28. Dezember stehen am 27. Dezember um 14 Uhr eine Kinder- und Familienführung und am 28. Dezember um 15 Uhr Lesungen der Künstler auf dem Programm. Die Finissage findet am 4. Januar ab 15 Uhr statt.