In Owingen und in anderen Teilorten von Haigerloch gibt es derzeit Probleme mit dem Vodafone-Netz. (Symbolbild) Foto: Gollnow

Kein mobiles Internet, kein Netz - dafür viel Frust. In der Gemeinde Owingen und in anderen Teilorten von Haigerloch gibt es derzeit Probleme mit dem Vodafone-Netz. Nicht nur tausende Kunden seien betroffen, auch zahlreiche Unternehmen seien quasi nicht erreichbar. Informiert wurde im Vorfeld niemand. 

Haigerloch-Owingen - "Seit Tagen funktioniert in Haigerloch-Owingen und anderen Teilgemeinden von Haigerloch das Vodafone-Netz nicht oder nur sporadisch. Mobiles Internet ist nicht verfügbar, Anrufe können nicht getätigt werden", schreibt Jens Borrusch in einer Mail an unsere Redaktion. Wenn er keine Verbindung zum WLAN habe, ginge an seinem Handy quasi gar nichts. Und damit sei er nicht alleine: "Eigentlich ist es bei allen so, die Kunden bei Vodafone sind", berichtet er. 

Besonders ärgerlich sei die Situation auch für den Kälte- und Klimaanlagenbauer Henne, bei dem Borrusch im Kundendienst arbeitet: Der Notdienst der Firma werde ebenfalls über das Vodafone-Netz abgewickelt. Da müssen die Kunden also Glück haben, wenn sie in einem Notfall den Kundendienst telefonisch erreichen wollen. Und nicht nur dort: "Von den Problemen dürften tausende Kunden, darunter auch eine Vielzahl von Unternehmen, betroffen sein", meint Borrusch. 

Kunden wurden im Vorfeld nicht informiert

Vodafone begründe den Ausfall mit Justierungs- uns Wartungsarbeiten, die noch bis zum 13. Oktober andauern sollen. Im Vorfeld habe das Telekommunikationsunternehmen jedoch keine Kunden über diese Arbeiten informiert, berichtet Borrusch weiter: "Ich finde das ist ein absolutes Unding."

Beim Mobilfunkanbieter nachgefragt, bestätigt Konzernsprecher Volker Petendorf, dass es "tatsächlich seit dem 4. Oktober 2021 vorübergehend lokale Einschränkungen in einem kleinen Teil des Mobilfunknetzes in 72401 Haigerloch" gibt. Der Grund dafür sei, dass die Festnetzanbindung der örtlichen Richtfunkstation in Owingen derzeit erneuert werde. "Dabei werden vor allem die Übertragungskapazitäten deutlich erhöht. Diese Investition ist wichtig, damit auch künftig der mobile Datenverkehr in bester Qualität fließen kann", erklärt Petendorf.  

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Während der Bauarbeiten müsse die Mobilfunkstation zeitweise abgeschaltet werden, erklärt der Konzernsprecher weiter: "Der Mobilfunkverkehr wird dann weitgehend über umliegende Stationen geleitet – dennoch sind vorübergehende Einschränkungen und Netzausfälle bei einzelnen Kunden leider unvermeidlich. Wir bitten die betroffenen Kunden um Entschuldigung für ihre vorübergehenden Unannehmlichkeiten." Außerdem bestätigt Petendorf, dass die Arbeiten am 13. Oktober bis 18 Uhr beendet werden sollen. 

Es handle sich nicht um einen Totalausfall

Auf die Frage, weshalb die Vodafone-Kunden im Vorfeld nicht über die Arbeiten und die damit verbundenen Unnannehmlichkeiten informiert wurden, antwortet der Konzernsprecher: "Die Mobilfunkstation wird während der Bauarbeiten nur zeitweise abgeschaltet und der Mobilfunkverkehr wird dann weitgehend über umliegende Stationen geleitet. Es handelt sich also nicht um einen Totalausfall. Insofern bedarf es normalerweise keiner "Vorwarnung"."

Borrusch kann bei diesen Aussagen nur den Kopf schütteln: "Von vorübergehenden Einschränkungen bei einzelnen Kunden kann nicht die Rede sein." Er habe erst am Wochenende einige Freunde getroffen. Die Vodafone-Kunden unter ihnen haben dieselben Probleme. "Mobil sind quasi alle ziemlich abgeschnitten", erzählt er. Und dass niemand vorab über mögliche Störungen vorgewarnt wurde, sei am ärgerlichsten.