HBW-Torjäger Vladan Lipovina gelang lediglich ein Treffer aus dem gebundenen Spiel heraus. Foto: Archiv/Eibner

Der HBW Balingen-Weilstetten hat nach einer schwachen Vorstellung beim TuS N-Lübbecke 27:33 verloren.

Einen ersten Rückschlag in dieser Saison hat Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten am dritten Spieltag erlitten. Beim Aufsteiger TuS N-Lübbecke kassierte das Team von Trainer Jens Bürkle am Sonntag nach einer mauen Vorstellung eine verdiente 27:33 (12:17)-Niederlage.

Noch waren keine drei Minuten gespielt, da sah sich der HBW vor 957 Zuschauern in Lübbecker Kreissporthalle nach einem Treffer des ehemaligen Balingers Valentin Spohn mit 0:3 in Hintertreffen, und nachdem Gregor Thomann mit einem Siebenmeter an Lübbeckes starkem Keeper Aljosa Rezar, der den Vergleich auf der Torhüter-Position gegenüber Mario Ruminsky und Simon Sejr klar für sich entschied, gescheitert war, legten die Hausherren durch Tin Kontrec gar auf 4:0 (6. Minute) vor. Für HBW-Coach Bürkle war dieser erste Eindruck gleich das, was sich in der verbleiben Spielzeit verfestigen sollte.

"Wir waren heute einfach nicht bereit. Unsere Abwehr hat es dem TuS viel zu leicht gemacht. Dem 0:4 sind wir eigentlich die gesamte Zeit hinterhergerannt." Die Gäste kamen in der Folge besser in die Partie, allerdings offenbarten sie in der Deckung weiterhin zu viele Lücken, um in Schlagdistanz kommen. Zwar verkürzte Lukas Saueressig in Überzahl auf 7:9 (16.), mit drei Toren in Serie aber setzte sich der Aufsteiger wieder ab und führte nach 22 Minuten mit 12:7. Der HBW fand auch im Positionsangriff kaum ein Mittel, um die stabile Abwehr der Nettelstedter auszuhebeln, leistete sich weiterhin zu viele Klöpse und ging mit einem 12:17-Rückstand in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts aber schien sich der HBW, bei dem Blitz-Neuzugang Gleb Kalarash einen unauffälligen Einstand hingelegte, zu fangen. Nach dem 19:14 von Dominik Ebner – der Linkshänder düpierte die Gäste ein ums andere Mal – traf Gregor Thomann zweimal in Serie von der Siebenmetermarke, Tobias Heinzelmann nutzte zwei weitere Ballgewinnen der Schwaben, um sie in der 38. Minute auf 18:19 heranzuwerfen. Plötzlich sah alles danach aus, als könnte der HBW die Kiste noch drehen.

Doch weit gefehlt. Rezar parierte gegen Vladan Lipovina und Jona Schoch, und Lübbecke setzte sich wieder auf drei Treffer ab (23:20/44.). Nachdem Tim Nothdurft in der 54. Minute zum 25:28 getroffen hatte, lief beim Bürkle-Team gar nichts mehr zusammen.

"Wir sind von einem Fehler in den anderen gerannt. Und wenn es in der Abwehr nicht passt, können wir auch nicht richtig kontern", so HBW-Trainer Bürkle. Kapitän Schoch kassierte dann auch noch seine dritte Zeitstrafe der Partie und damit die Rote Karte (54.). TuS-Linksaußen Tom Skroblien sorgte mit vier Toren in der Schlussphase für einen sicheren Sieg der Hausherren.

Mit dem 33:27 feierte der Neuling seine ersten Punkte in dieser Saison. Für den HBW war es die zweite Niederlage.