Comeback oder Schlussstrich? Wir haben bei Schwarzwald Tourismus nachgefragt, wie es um eine dritte Auflage der Schwarzwald-Marie für den Schwarzwald-Baar-Kreis steht.
Im Schwarzwald-Baar-Kreis war die kleine Schwarzwald-Marie des Zirndorfer Unternehmens Playmobil Ende Oktober innerhalb von Stunden ausverkauft. Gibt es nun für alle, die keine dieser Figuren ergattern konnten, einen Silberstreif am Horizont?
Die erste Auflage der Schwarzwald-Marie im August habe sich nicht so schnell verkauft, meint Jens Großkreuz, Leiter Stabstelle Kommunikation der Schwarzwald Tourismus GmbH. „Da haben wir die 100 000 nicht voll bekommen.“
Bei der zweiten Auflage hätten sie dann auch nicht angenommen, dass es so einen Ansturm gebe, erklärt Großkreuz. „Aber wir freuen uns da natürlich.“
Vereinzelt gebe es die Figur wohl noch zu kaufen, aber wo, könne er nicht sagen. Denn nicht überall seien die Exemplare so schnell über den Ladentisch gegangen wie im Schwarzwald-Baar-Kreis, so Großkreuz. In Freiburg sei es länger gegangen, weiß er zu berichten.
Trostpflaster für Schwarzwald-Marie Fans
Natürlich sei es auch schade für die Menschen, die nun keine dieser besonderen Figuren mit dem ikonischen Bollenhut ergattern konnten. Da hätten die einzelnen Verkaufsstellen einfach mehr bestellen müssen, fügt der Kommunikationsleiter hinzu.
Eine dritte Auflage zu bringen, sei nicht geplant. Man wolle das Ganze auch nicht überreizen. Aber es gebe ein kleines Trostpflaster, berichtet Großkreuz. „Playmobil zieht nach.“ Etwa ab Ende des Monats soll es die Figur im Playmobil-Webshop geben – und weltweit und lückenlos für alle verfügbar sein.
Ob es die Schwarzwald-Marie dann allerdings noch mit dem Schwarzwald Tourismus Logo und dem Rezept für die berühmte Schwarzwälder-Kirschtorte in der Verpackung geben werde, sei allerdings fraglich, meint er.
Das Schwarzwalduniversum erweitern?
Viele Stimmen und Wünsche von Fans, das „Schwarzwalduniversum“ von Playmobil zu erweitern, habe es zudem gegeben. So habe die Frage im Raum gestanden, ob nicht ein männliches Pendant zur Schwarzwald-Marie oder gar ein Schwarzwälder Bauernhof in den Verkauf gebracht werden solle.
„Aber für uns ist das kein Thema mehr“, stellt der Kommunikationsleiter fest. Wenn es Erweiterungen zur Schwarzwald-Marie geben solle, so werde die Initiative dafür vom Zirndorfer Unternehmen kommen müssen. „Für Gespräche sind wir aber offen“, ergänzt Großkreuz.
Die Zusammenarbeit mit dem deutschen Spielzeugunternehmen sei ohnehin sehr gut gelaufen, berichtet er. Gegenseitig habe man sich bei dem recht großen Unterfangen rund um die beiden Verkaufsauflagen der Figur unterstützt.
Ein Fan von Playmobil und der Schwarzwald-Marie
Auch Großkreuz ist ein Fan von Playmobil: Schon als Kind habe er selbst mit den Figuren gespielt. Einen alten Bauernhof nenne er immer noch sein Eigen. Die Leidenschaft für die kleinen Figuren sei auch mit seinem kleinen Sohn wieder aufgelebt, erzählt er.
Natürlich habe die Schwarzwald-Marie in der gemeinsamen Sammlung dann nicht fehlen dürfen, stellt er fest.
Ein kleines Problem mit der Schwarzwald-Marie
Auf ein kleines Problem mit ihrem Exemplar habe der Junge ihn allerdings noch aufmerksam gemacht: „Papa, aber es gibt doch auch noch die mit dem schwarzen Hut“, habe Großkreuz’ Sohn gemeint.
Und prompt hätten die beiden sich ein zweite Schwarzwald-Marie besorgt und den roten Bollenhut mit schwarzem Nagellack in das verheiratete Gegenstück verwandelt, verrät der Vater belustigt.