Panthers-Spieler Felix Edwardsson (links), der eine gute Leistung bot, setzt sich gegen die Tübinger Defense durch. Foto: Michael Kienzler

In der ProA haben die wiha Panthers Schwenningen bei den Tigers Tübingen mit 77:66 gewonnen und stehen praktisch bei nur noch drei ausstehenden Hauptrundenspielen in den Play-offs.

Die Tübinger mussten im Schlussviertel kräftemäßig ihrem kleinen Kader und der zurückliegenden englischen Woche mit zwei langen Auswärtsfahrten Tribut zollen und brachen entscheidend ein. Sie kassierten ihre vierte Niederlage in Folge. 30 Minuten lang war das württembergische ProA-Duell bis dahin offen gewesen. Die Partie musste in der Rottenburger Sparkassen-Arena ausgetragen werden, da die die eigentliche Tübinger Spielstätte im Dezember zu einem Impfzentrum umgewandelt worden war.

"Licht und Schatten"

Schwenningens Coach Alen Velcic sah nach dem Spiel leistungsmäßig Licht und Schatten bei seinem Team: "Wir haben nicht gut gespielt, aber am Ende doch den Weg zum Erfolg gefunden. Entscheidend war in der zweiten Halbzeit, dass unsere Defense gut gestanden ist. Nur vier Gegenpunkte im letzten Viertel zuzulassen, ist schon aus unserer Sicht positiv krass. Tübingen hatte gegen uns nichts mehr zu verlieren und so haben sie auch über weite Strecken befreit gespielt. Wir müssen in der kommenden Woche unseren Akku auch etwas wieder aufladen."

Die Schwenninger Starting-Five bildeten Nate Britt, Robin Jorch, Courntney Stockard, Chris Frazier und Rytis Pipiras.

Das erste Viertel war auch geprägt von den Regiekünsten des Tübingers Veikko Vattonen sowie auf der anderen Seite von Nate Britt. Die gemischte Tübinger Mann/Zonenverteidigung griff von Beginn an, ebenso lebten die Gastgeber in dieser Phase von einen 100prozentigen Erfolgsquote von der Freiwurflinie aus. Dazu gestatteten die Panthers den Tigers zu viele offene Würfe aus dem Distanzbereich. Die Universitätsstädter, die bereits jetzt schon auf eine verkorkste Saison zurückblicken, führten nach dem ersten Viertel mit 19:15.

Zu viel zugelassen

Nach 15 Minuten war die Partie beim 30:29-Zwischenstand absolut ausgeglichen, doch das Team von Coach Alen Velcic verzeichnete dann 3:37 Minuten lang keinen Punktgewinn mehr. In der 18. Minute hatten sich die Tigers mit einer bis dahin soliden Leistung erstmals eine Zehn-Punkte-Führung erspielt. Die Gäste konnten nach einem Dreier von Chris Frazier zur Pause hin noch auf 37:41 verkürzen. Zwischenzeitlich zeigte sich Alen Velcic ob der Leistung seines Teams sehr verärgert, hatte die Mannschaft unmittelbar zu zwei Auszeiten nach draußen beordert.

Tübinger brechen ein

Im dritten Viertel gehörten die ersten Minuten zwar den Panthers (54:52 nach 26 Minuten), weil sie auch einige effektive Fastbreaks gefahren hatten, doch Tübingen ließ sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht aus der Bahn werfen und ging mit einem knappen 62:61 in den Schlussabschnitt.

In diesem präsentierten sich die Tigers leistungsmäßig unterirdisch. Nur noch vier Punkte in den letzten zehn Minuten sprachen Bände. Zudem erhöhte sich bei ihnen die Anzahl an Turnover. Das Schwenninger Spiel wurde nun vor allem von Courtney Stockard und Nate Britt getragen, die mit ihrem Team den Sack (16:4-Viertelsgewinn) souverän zumachten.

Stockard ragte insgesamt bei den Panthers am Samstagabend mit 16 Punkten/8 Assists und acht gewonnenen Rebounds heraus. Dahinter folgte Felix Edwardsson mit 15 Punkten.

Für das Schwenninger Teaam geht es am kommenden Sonntag in Rostock weiter. Und dort könnte es eine Saison-Premiere für die Panthers geben, denn erstmals in diesem Spieljahr werden sie wohl vor einer begrenzten Anzahl von Zuschauern spielen. Schließlich verzeichnet die Hansestadt aktuell ein niedrige Inzidenzzahl.

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