Brent Raedeke (blaues Trikot) erzielte in der Overtime den 3:2-Siegtreffer für die Roosters. Foto: Eibner

Trotz der 2:3-Niederlage in der Overtime bei den Iserlohn Roosters zog Schwenningens Trainer Niklas Sundbald eine positive Bilanz: "Wir sind auf einem guten Weg". Der Play-off-Zweikampf geht weiter.

"Wir haben sieben Punkte aus den letzten drei Spielen geholt. Wir sind auf einem guten Weg", lautete das positive Fazit von Wild-Wings-Coach Niklas Sundblad am späten Dienstagabend. Dennoch musste man aus Schwenninger Sicht wohl das Gefühl haben, dass beim Spiel in Iserlohn mehr möglich als nur ein Zähler war. Eine Partie, die man in der regulären Spielzeit für sich hätte entscheiden können, endete mit einer 2:3-Niederlage in der Overtime.

Parallelen zum Hinspiel

Sundblad sah dabei "ein gutes Eishockeyspiel mit viel Tempo, vor allem im ersten Drittel". Seine Mannschaft hatte gut angefangen, dann jedoch den Gegentreffer zum 0:1 kassiert. Die Roosters kamen nach einem holprigen Start schnell in die Partie, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – wie schon im Hinspiel am 30. März.

Im Gegensatz zum Duell in der Helios-Arena, als Tyson Spink die Wild Wings in der Overtime zum Sieg geschossen hatte, erlebten nun die Roosters das bessere Ende. Ansonsten waren die Parallelen nicht zu übersehen: Waren es vor zwei Wochen noch die Schwenninger, denen nach langem Rückstand der späte Ausgleichstreffer zum 2:2 gelang, waren die Verhältnisse am Dienstagabend umgekehrt.

Nach Benedikt Brückners Treffer zum 2:1 in der 33. Minute waren die Gäste auf dem besten Weg, den dritten Sieg in Folge einzufahren und einen gewaltigen Schritt in Richtung Play-offs zu machen. Die Augsburger Panther hatten sich zuvor mit einer 1:7-Klatsche gegen Düsseldorf quasi aus dem Rennen um den begehrten vierten Platz verabschiedet. Der Zweikampf zwischen den Wild Wings und den Straubing Tigers hingegen wird wohl bis zum letzten Spieltag spannend bleiben – zumal offen ist, ob Straubing noch ein weiteres Nachholspiel bestreiten kann. Dementsprechend könnte der Punkte-Koeffizient entscheidend sein.

Vor der Partie der Tigers am Mittwochabend bei den Kölner Haien ist die Lage denkbar knapp. 50 Punkte aus 36 Spielen sind es für die Schwenninger (1,389 Punkte/Spiel), 47 Zähler aus 34 Spielen für Straubing (Koeffizient 1,382). Umso ärgerlicher ist es für die Sundblad-Schützlinge, dass man in Iserlohn zwei Punkte liegen ließ. "Wir hatten genug Chancen, um den Sieg in der regulären Spielzeit einzufahren", so der Coach.

Saison-Aus für Olver

Torschütze Brückner betonte allerdings: "Immerhin haben wir einen Punkt mitgenommen. Der könnte noch sehr wichtig sein." In den letzten beiden Spielen der Hauptrunde treffen die Schwenninger in der heimischen Helios-Arena auf die Krefeld Pinguine (Freitag, 19.30 Uhr) und die Kölner Haie (Sonntag, 14.30 Uhr). Die Zielsetzung für diese beiden Duelle ist eindeutig: So viele Punkte wie möglich holen – und die Play-off-Teilnahme perfekt machen.

Eine Hiobsbotschaft mussten die Wild Wings vor dem Hauptrunden-Schlussspurt vermelden: Darin Olver, der gerade erst von einer längeren Pause zurückkam, fällt erneut verletzungsbedingt aus – wohl für den Rest der Saison.

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