Alle Augen richteten sich an diesem Kreisliga-A-Wochenende auf den SV Schopfheim und Trainer Fatih Cam. Ein Quartett sicherte sich den Klassenerhalt.
Der TuS Kleines Wiesental machte sich nach dem 3:1-Heimsieg im Duell mit dem TuS Efringen-Kirchen am Sonntag ganz gespannt auf den Weg nach Wollbach. Dort spielte nämlich der SV Schopfheim bei der SG Malsburg/Marzell-Wollbach.
Mit einer Niederlage des SVS wäre der Aufstieg in die Bezirksliga Hochrhein für die Kleinwiesentäler perfekt gewesen. Doch diesen Gefallen machte die Elf von Trainer Fatih Cam ihnen nicht. Schopfheim setzte sich klar und deutlich mit 6:1 durch. „Es war nicht so einfach nach der turbulenten Woche. Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft gezeigt, dass sie noch lebt und fest entschlossen ist, unsere Ziele zu erreichen.“
Aufgrund der 3:4-Niederlage des FC Hausen beim TuS Binzen II am Mittag war bereits bei Anpfiff klar, dass dem SVS der zweite Platz, der zur Relegation berechtigt, nur noch in der Theorie zu nehmen war. „Ich habe aus Gründen vor dem Spiel eine emotionale Ansprache gehalten. Die Jungs haben dann auch losgelegt wie die Feuerwehr“, berichtet Cam, der seinen Herzensverein nach dem Saisonende verlassen wird, wie die Oberbadische am vergangenen Freitag exklusiv vermeldet hatte. Schon nach wenigen Minuten brachte Sergio Cammarano die Gäste in Führung.
Schopfheim wird der Rolle des Favoriten gerecht
Es sollten noch zwei weitere Treffer des Angreifers folgen. Etwas überraschend gelang den Hausherren kurz darauf der Ausgleich. Doch der Favorit wurde seiner Rolle anschließend mehr als gerecht und stellte bis zum Halbzeitpfiff noch auf 4:1. Die Messe war also nach 45 Minuten gelesen und damit auch die Hoffnungen des Kleinen Wiesental begraben, sich schon am 26. Spieltag zum Kreisliga-A-Meister zu krönen. Gleich nach dem Seitenwechsel setzte Schopfheim noch einen drauf. „Wir wollten den Druck auf den TuS weiter aufrechterhalten. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass sie das Ding bald klarmachen werden, aber sie sollen es schon selbst richten und nicht von einem Patzer von uns profitieren“, so Cam.
TuS Kleines Wiesental steht vor dem Matchball
Vier Punkte trennen die beiden Mannschaften zwei Spieltage vor Schluss nach wie vor. Während die Schopfheimer am kommenden Samstag ab 16 Uhr zuhause den FV Lörrach-Brombach II empfangen und kurzzeitig den Vorsprung auf einen Zähler verringern können, duelliert sich das Kleine Wiesental direkt im Anschluss ab 18 Uhr vor heimischer Kulisse gegen den FC Bad Bellingen II, dem der Klassenerhalt jetzt nicht mehr zu nehmen ist (siehe nebenstehendes Interview). Natürlich war das überraschende Aus von Trainer Cam auch am Wochenende allgegenwärtig.
„Nach dem Bericht eurer Zeitung stand mein Handy nicht still. Viele haben mich gefragt, ob das ein Scherz sei“, sagt der 43-Jährige. „Andere Clubs haben auch gleich angefragt. Ich fokussiere mich jetzt aber auf die Spiele mit dem SVS. Was danach kommt, wird man sehen.“
Durchatmen können im Abstiegskampf derweil gleich vier Mannschaften. Kandern, Karsau, Lörrach-Stetten II und Steinen-Höllstein werden auch in der kommenden Spielzeit in der Kreisliga A kicken. Stetten II feierte etwa einen spektakulären 4:3-Sieg gegen Schlusslicht Eichsel. Der Siegtreffer gegen den feststehenden Absteiger fiel erst in der Nachspielzeit.