Vorgeschmack auf die Zweitliga-Saison: Jannek Klein (Eulen Ludwigshafen, links) mit vollem Einsatz gegen HBW-Rückraumschützen Daniel Thor Ingason Foto: Eibner

Mit zwei Siegen hat Handball-Zweitligist HBW Balingen-Weilstetten in Altensteig überzeugt. Ein Erfolg war dabei besonders wertvoll.

Durchwachsen gestartet, sehr gut aufgehört: Handball-Zweitligist HBW Balingen-Weilstetten hat beim S-Cup-Turnier in Altensteig den fünften Platz belegt.

Souveräne Auftritte

Nach der Niederlage gegen den HC Kriens-Luzern zu Beginn des Turniers war mehr als der fünfte Platz nicht mehr möglich – den allerdings hat der HBW dann durch Siege gegen Gastgeber TSV Altensteig (41:13) und den Liga-Konkurrenten Eulen Ludwigshafen (27:21) souverän erreicht.

Wichtiger Fingerzeig

Gerade das letzte Turnierspiel gibt einen Fingerzeig, dass der HBW für die kommende Zweitligasaison nicht schlecht aufgestellt sein wird. Kristian Beciri besorgte die schnelle 2:0-Führung, danach ließ der HBW nie locker, zweimal Linksaußen Patrick Volz, je einmal Rückraumschütze Filip Vistorop und Linksaußen Oddur Gretarsson sorgten dafür, dass der HBW auf 6:1 davonzog – die Eulen kamen nie mehr näher als auf drei Tore heran. Am Ende hatte Beciri (7), Volz (6) und Rechtsaußen Moritz Strosack (5) die meisten Tore gesammelt. "Wir hatten mit den Eulen einen Gegner aus der eigenen Liga", resümierte HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel zufrieden, "da haben wir gesehen, dass wir deutlich schneller spielen als in der letzten Saison." Und das zahlte sich aus, denn am Ende stand ein souveräner 27:21-Erfolg.

Spiel um Platz 5

HBW – Eulen Ludwigshafen 27:21. HBW: Sejr, Baranasic; Todorovic, Vistorop (2), Hildenbrand (1), Ingason (2), Gretarsson (2/2), Danner (1), Beciri (7), Schüler, Schoch (1), Fügel, Volz (6/1)Wagner, Strosack (5).

Torschützen Eulen: Eisel (3), Keskic (1), Falk (3), Durak (3/1), Bührer (1), Trost (2), Zacharias (3), Klein (5).

"Spiel für die Galerie"

Tags zuvor traf der HBW im Platzierungsspiel auf die Gastgeber des TSV Altensteig. Der Verbandsligist hatte schon gegen die Rhein-Neckar Löwen die Grenzen deutlich aufgezeigt bekommen (19:53), auch der HBW ließ sich auf keine Diskussionen ein, kassierte nach dem 5:0 den ersten Gegentreffer und nach dem 18:1 den zweiten. Am Ende hieß es 41:13. "Das war ein Spiel für die Galerie, klar", erklärt Wolfgang Strobel.

Viele Spieler im Einsatz

Er weiß aber natürlich genau, dass es oft nicht so einfach ist, gegen unterklassige Mannschaften anzutreten, die es "den Großen" voller Ehrgeiz zeigen wollen. "Die Mannschaft hat aber von Anfang an gezeigt, dass sie das bessere Team sind." So war das bessere Trainingsspiel aber auch eine gute Gelegenheit für alle Spieler, sich zu zeigen und anzubieten. "Wir konnten da vielen Spielen Einsatzzeiten geben", war Strobel mit dem Auftreten am Samstag mehr als zufrieden. Auch die Youngster Tim Hildenbrand, der sechsmal traf, und Elias Fügel (4) schossen sich schon mal warm.

Platzierungsspiel

HBW – TSV Altensteig 41.!§: HBW: Sejr, Baranasic; Todorovic (1), Vistorop (3), Hildenbrand (6), Ingason (4), Gretarsson (2/1), Beciri, Schüler (6), Schoch (3), Fügel (4), Volz (10/2), Wagner (2), Strosack.

Torschützen Altensteig: Herbershagen (2), Hils (1), Neumann (2/1), Sudaric (1), Holzäpfel (2), Tesanovic (1), Karap (3), Wenz (1).

Knappe Niederlage am Freitag

Am Freitag war das Turnier gegen die ambitionierten Schweizer des HC Kriens-Luzern mit einer 28:32-Niederlage losgegangen, allerdings "war das unser erster Einsatz überhaupt", gibt Wolfgang Strobel zu bedenken. Zudem "hat sich das Team mit guten Leuten verstärkt" – zum Beispiel mit dem langjährigen Rhein-Neckar-Löwen-Leitwolf Andi Schmid. Da war es schwierig einzuschätzen, welchen Stellenwert diese Partie haben würde, "aber wir waren auch da ständig auf Augenhöhe", sagt Strobel zufrieden.

Fazit: Viele Erkenntnisse gewonnen

Das ganze Turnierwochenende sorgte bei Strobel für ein zufriedenes Fazit. "Ich denke, dass wir viele Erkenntnisse gewonnen haben", meinte der Geschäftsführer der "Gallier", "wir haben die Basis gelegt, dass wir gut aus den Startlöchern kommen können." Den einzigen Kritikpunkt, den er anbringen konnte, war, "dass wir vielleicht ein paar Chancen zu viel nicht gemacht haben".