Die neue Ortsmitte von Südosten, direkt vor dem Nordausgang der Grundschule stehend, gesehen. Von links herkommend (Kante Pflasterung) wird die neue Erschließungsstraße auf dem Bereich des jetzigen Gehweges hoch zu den Garagen vor der Trattoria führen. Foto: Preuß Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Fundierte Kostenberechnung folgt als nächster Schritt / Multifunktionsfläche vorgesehen

Die neue Ortsmitte nimmt Gestalt an. Während seiner jüngsten Sitzung entschied der Gemeinderat erste planerische Grundzüge, auf deren Basis nun eine fundierte Kostenberechnung vorgenommen werden kann.

Dauchingen. Die Fläche zwischen der Vorderen Straße und der Grundschule soll nach Abriss der Immobilie Vordere Straße 24 zur neuen Ortsmitte umgestaltet werden. Als Ort der Begegnung und Raum für Vereinsfeste, den Weihnachtsmarkt und einen erhofften kleinen Wochenmarkt soll das Areal den Wohnwert im Ort steigern.

Nach einigen Überlegungs- und Abwägungsrunden wurden nun erste Grundsatzentscheidungen getroffen. Demnach wird die Erschließung des Gebiets, vor allen Dingen des Grundstückes Vordere Straße 26, anders geregelt. Vorgesehen ist eine neue Straße, die zwischen der Immobilie Birkenweg 1 und dem alten Lehrerwohnhaus in östlicher Richtung verläuft.

Der Ansatzpunkt liegt exakt gegenüber dem Trafohäuschen im Birkenweg. Festgelegt wurde weiterhin, dass es ein Verkaufs- und Bewirtungsgebäude geben soll, und zwar im südwestlichen Bereich des Geländes an der neuen Erschließungsstraße.

Im Untergeschoss des Bauwerks sollen sanitäre Anlagen errichtet werden, der obere, zum Festplatz ebenerdige Teil dient der Bewirtung.

Infrastruktur für Marktstände und Verkaufswagen

Ebenso einstimmig einig war sich der Rat, dass es im nördlichen Teil des Geländes, also an der Vorderen Straße, eine Multifunktionsfläche geben solle. Deren Ausmaß wird mit 33 Metern in der Ost-West-Ausrichtung und 19 Metern in der Breite beziffert. Dort wird es Infrastruktur für Marktstände und Verkaufswagen geben. Da aber nur die geringste Zeit im Jahr Märkte und Veranstaltungen dort stattfinden werden, entstand die Überlegung, die Fläche in der marktfreien Zeit als Parkplatz zu nutzen, was den beiden angrenzenden Gastronomiebetrieben helfen würde.

Frank Merten (UB) merkte dazu an, dass es bei der Ortsmitte um Begegnung gehen soll und nicht um Parkplätze: "Es wäre schade, wenn das Spielen der Kinder und die Begegnungen dort durch parkende Autos gestört würden." Auch Ursula Heiser (CDU) merkte an, dass eine Variante ohne Parkplätze der Idee der Mitte schöner wäre als die von ihr als "Vernunftlösung" bezeichnete Parkplatz-Variante. Letztlich wird die Detaildiskussion dann entscheiden, ob es sich bei der Ortsmitte in großen Teilen um einen hübsch eingepackten Parkplatz oder um eine tatsächliche Ortsmitte für die Menschen, nicht für deren Fahrzeuge, handeln wird. Für Kinder wird es einen Erlebnisparcours im südöstlichen Bereich geben, voraussichtlich mit begehbaren Wasserspielelementen.

Gegen diese Elemente stimmten mit Nicole Schill, Mathias Schleicher und Vincent Merz drei Ratsmitglieder der CDU. Rainer Christ vom beratenden Ingenieurbüro in Villingen wird auf Basis dieser Rahmenbedingungen eine erste Kostenberechnung vornehmen, auf deren Basis der Rat dann in die weiteren Detailplanungen einsteigen wird.

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