Die Uferzone des Gültlinger Sees soll neu gestaltet und erlebbar gemacht werden. Foto: Priestersbach

Der Wildberger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung diskutiert, wie die Uferzone des Gültlinger Sees künftig aussehen soll. Hier sollen Bänke und Tische entstehen. Die Idee, dort eine Brücke zu bauen, wurde jedoch verworfen.

Wildberg - Der Gültlinger See ist seit Jahren immer wieder ein Thema im Wildberger Gemeinderat. Aktuell geht es um die Pläne zur Neugestaltung der Uferzone, die vom Ortschaftsrat und Fischereiverein eingebracht wurden. Der Badebetrieb ist zwar offiziell verboten, aber dennoch soll der Gültlinger See als Naherholungsgebiet erhalten bleiben.

Zur Erinnerung: Der Gültlinger See – 1980 im Rahmen einer Flurbereinigungsmaßnahme als kleiner Stausee angelegt – war etliche Jahre lang ein beliebter Badesee in der Region. Im Laufe der Jahre stellte sich jedoch heraus, dass der Untergrund an einigen Stellen das Wasser nicht halten konnte, deshalb wurde der Wasserspiegel des Sees gesenkt.

Den Mitgliedern des örtlichen Fischervereins dient der See als Möglichkeit, ihrem Hobby nachzukommen. Im nördlichen Teil des Sees befinden sich zudem Biotope, in denen Kleinlebewesen beheimatet sind.

Eingriff in die nördliche Uferzone ist wegen des Biotops nicht möglich

Der Gemeinderat hatte 2020 im Haushalt 30 000 Euro für die Neugestaltung der Uferzone eingestellt, doch wie Bauamtsleiter Arthur Sadlers in der jüngsten Sitzung berichtete, kam im vergangenen Jahr die Pandemie dazwischen. Trotzdem hatte man das von Ortschaftsrat und Fischereiverein vorgelegte Konzept im Rathaus unter die Lupe genommen – und von einigen Ideen Abschied genommen.

Wie Sadlers deutlich machte, sei der Eingriff in die nördliche Uferzone aufgrund des entstandenen Biotops nicht möglich – und aller Voraussicht nach auch nicht genehmigungsfähig. Ein Brückenbauwerk an der Dammscharte wäre nach Ansicht der Verwaltung wirtschaftlich nicht vertretbar, zumal eine neue und weniger steile Anbindung des oberen Weges an den Uferweg gewählt wurde.

Beibehalten werden soll jedoch der Gedanke, den Rastplatz durch Tische sowie Sitzbänke aufzuwerten, und auch am Uferweg soll eine weitere Sitzbank zum Verweilen einladen. Zudem müsse geprüft werden, ob ein Schließen des Dammes zulässig ist. Vom Ortschaftsrat wurde nun außerdem eine Erneuerung und Aufwertung des Holzdecks als Liegefläche auf der östlichen Seite des Sees angeregt.

Gemeinde strebt LEADER-Förderung für das Projekt an

Wie Artur Sadlers mitteilte, sei eine Förderung des Projektes aus dem LEADER-Programm grundsätzlich möglich.

Zunächst müssten jedoch konkrete und genehmigungsfähige Pläne samt Kostenberechnung vorgelegt werden. Nachdem bislang pandemiebedingt keine Gespräche mit den Fachbehörden möglich waren, solle nun bei einem demnächst anberaumten Ortstermin die Genehmigungsfähigkeit der Planung abgeklopft werden.

Der Gültlinger Ortsvorsteher Walter Baur erklärte während der Debatte, es sei für den Ortschaftsrat ein wichtiges Anliegen, einen Fußweg am Dammeinschnitt anzulegen. Gleichzeitig machte er darauf aufmerksam, dass der Parkplatz am Gültlinger See oft auch als Ausgangspunkt für Wanderungen genutzt werde.

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