Tagaus, tagein, Stunde um Stunde rollt der Verkehr durch Seedorf. Durch eine Geschwindigkeitbegrenzung soll wenigstens der Straßenlärm heruntergeschraubt werden – vielleicht schon in wenigen Wochen. Quelle: Unbekannt

Tag für Tag, Nacht für Nacht rollen Tausende Autos durch Seedorf. Der Lärm macht auf die Dauer krank. Der Ausweg: Weniger Tempo, weniger Lärm. Der Gemeinderat handelt.

Dunningen - 8800 Autos, jedes zehnte ein Laster, dröhnen Tag für Tag durch Seedorf. Lärm, der nach Untersuchungen des Ingenieurbüros für Verkehrswesen Koehler und Leutwein krank macht. Das Büro wurde von der Gemeinde Dunningen schon vor einiger Zeit mit der Aufstellung eines Lärmaktionsplans beauftragt. Als Lösung des Lärmproblems, die auch schnell umgesetzt werden könnte, schlägt des Büro eine ganztägige Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer im Zuge der Ortsdurchfahrt vor.

Die öffentliche Auslegung dieses Lärmaktionsplans ist bereits beendet, die eingegangenen Stellungnahmen sehen die Verhängung von Tempo 30 jedenfalls nicht negativ. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Dunninger Gemeinderat den erarbeiteten Lärmaktionsplan einstimmig. Damit ist der Weg frei für die Geschwindigkeitsbegrenzung. Die verkehrsrechtliche Anordnung sei bereits beantragt, bestätigte Dunningens Bürgermeister Peter Schumacher auf Nachfrage unserer Redaktion.

Schumacher ist sicher, dass dem Antrag vom Straßenverkehrsamt entsprochen wird. "Und ich rechne eher mit Wochen, als mit Monaten", so der Bürgermeister. Der Gemeinderat war sich einig, dass die 30er-Vorschrift 24 Stunden gelten soll.

Die betroffene Strecke ist gut einen Kilometer lang und reicht von der Waldmössinger Straße in Richtung des Schramberger Stadtteils bis fast zum Ende der Freudenstädter Straße, die mit der Ortsdurchfahrt identisch ist. Angedacht waren zwischenzeitlich auch bauliche Maßnahmen wie Verkehrsinseln, die den Verkehr bremsen könnten. Schumacher und Gemeinderat gehen jedoch davon aus, dass diese nicht so bald kommen könnten. "Höchstens, wenn Belagsarbeiten anstünden", so Schumacher. Das wird dauern, denn der Belag der Ortsdurchfahrt in Seedorf ist erst wenige Jahre alt.

Durch den Beschluss des Gemeinderates wird es in wenigen Wochen also für die Autofahrer in Seedorf heißen: "Fuß vom Gas."