Auf die Treffsicherheit von Mick Keita (hier beim Torschuss gegen Singens Torwart Josip Barjasic) wird es im Halbfinale wieder ankommen. Foto: Wolfgang Künstle

Der SC Lahr erwartet mit dem Bahlinger SC einen Regionalligisten im Halbfinale. Für das Finalticket braucht es laut Trainer Sascha Schröder vor allem zwei Dinge.

SBFV-Pokal, Halbfinale: SC Lahr - Bahlinger SC (heute, 17.30 Uhr). Für den SC Lahr steht ein großer Tag an. Zum Halbfinale gegen die Kaiserstuhl-Kicker aus der Regionalliga werden mehr als 1000 Zuschauer an der Dammenmühle erwartet.

 

Mit dem 3:1-Sieg gegen ESV Südstern Singen im Gepäck fühlen sich die Lahrer auch bereit für die Sensation, auch wenn Trainer Sascha Schröder realistisch bleibt. „Wenn alles normal läuft, kommt Bahlingen weiter. Es liegt an uns, dass das Spiel nicht normal verläuft“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Für Schröder, der Videoanalyst und Co-Trainer beim BSC war, ist das Wiedersehen mit den alten Kollegen etwas besonderes – besonders das Treffen mit Coach Marco Schneider. „Er war zehn Jahre mein Trainer und ich bin mit ihm immer noch eng befreundet. Er hat mir viel für meinen Weg mitgegeben und ich habe angefangen, Fußball mit anderen Augen zu schauen. Er war schon auch ein Grund, warum ich Trainer werden wollte. Er hat mir zudem auch Werte vermittelt“, so Schröder.

Auch Lahrs spielender Co-Trainer Nico Gutjahr hat erst in der vergangenen Saison noch für die Bahlinger gekickt. „Er ist in der Vorbereitung auf das Spiel natürlich auch eine wichtige Quelle für uns. Wir wissen viel über den Gegner. Über die Kabinenansprache, Taktik und die Aufstellung des BSC könnte ich wohl alles erzählen. Aber zu viele Infos müssen gar nicht das Thema sein. Es geht darum, das Herz auf dem Platz zu lassen und darum, zu laufen, laufen, laufen“, führt Schröder aus.

Gute Erinnerungen an Siege als klarer Außenseiter

Die Bahlinger seien in der Liga zuletzt wieder in Tritt gekommen. „Marco steht für defensive Qualität und hat sie wieder auf Kurs gebracht. Für sie ist der Pokal auch die letzte Chance, die Saison trotz des Abstiegs auf einer positiven Note zu beenden“, weiß Schröder. Der SCL wisse auch, wo der Favorit seine Schwächen hat. „Die Preisfrage wird sein, ob wir ihnen in den Bereichen wehtun können. Wir erinnern uns gerne an das Halbfinale 2024 gegen Oberachern zurück oder jetzt erst an das Viertelfinale gegen den Türkischen SV Singen. Auch dort waren wir Außenseiter – und am Ende weiter. Zudem reicht uns ein Remis“, hält der Lahrer Trainer fest.

Beruflich haben sich alle Lahrer Spieler den großen Pokaltag freigeschaufelt. „Einige werden sich auch den Donnerstag gleich mit frei genommen haben“, merkt Schröder lachend mit Blick auf eine mögliche Pokalparty an. Nur Simon Lehmann fehlt den Lahrern im Halbfinale studienbedingt.

Die Lage beim Gegner
Der Bahlinger SC hat in der Regionalliga am vergangenen Spieltag mit dem 1:1 in Mainz einen Achtungserfolg gefeiert. Der Klassenerhalt ist für das Schlusslicht trotzdem kaum noch möglich. In 28 Spielen holte der BSC gerade einmal 15 Zähler. Beim Pokalkick in Lahr fehlen Davino Knappe, Karim El-Abed, Mike Manegold und Ron Schweizer.