Blick auf das Areal der Firma Kalbacher Foto: Nina Lipp

Die Pläne von Aldi auf dem Kalbacher-Gelände wurden im städtischen Ausschuss diskutiert.

Wie berichtet, sehen die Pläne ein mehrgeschossiges Gebäude mit Handel, Dienstleistungen, Hotel sowie einem Kino mit acht Sälen vor und zudem die Verlagerung und Vergrößerung des Lebensmitteldiscounters von der Küpferstraße auf das Kalbacher-Gelände vor. Darüber hinaus sei laut Vorlage die Schaffung weiterer Gewerbeflächen geplant.

 

Das sagt die Stadt

Indes: Im Gewerbegebiet „Ob der Gass“ schließe der Bebauungsplan Einzelhandelsnutzungen aus. Zudem seien dort auch nach der Fortschreibung des Märkte- und Zentrenkonzepts (MZK) allenfalls nicht zentrenrelevante Sortimente zulässig. Das übergeordnete Ziel ist die Sicherung des Gewerbegebiets für Handwerks- und Gewerbebetriebe, hieße es in dieser Kenntnisnahme.

Das sagen die Fraktionen

Während Fritz Böhler (Grüne), Jürgen Exner (CDU) und Christiane Cyperrek (SPD) die Position der Stadt – trotz der ein oder anderen offenen Frage – unterstützten, kritisierten Matthias Lindemer (Freie Wähler) und Matthias Koesler (FDP) diese und das MZK als zu unflexibel. Koesler sagte zudem, im Rathaus werde denke zu innenstadtfokussiert gedacht.

Das sagt der Experte

Donato Acocella, Inhaber des Büros „Dr. Acocella Stadt- und Regionalentwicklung“, versuchte die im Plangebiet geltende Rechtslage nochmals ausdrücklich deutlich zu machen. Zudem sei die Stadt und deren Entwicklung „komplexer“ als Lindemers und Koeslers „schwarz-weiß-Sicht“, sagte er. Mit Blick auf ein neues Kino sagte Acocella, dass das Koechlin-Areal als Standort aufgrund seiner Nähe zur Innenstadt eher Sinn ergebe.