Bei der Burgruine Tannenfels könnte bald gebaut werden. (Symbolbild) Foto: dpa/Stefan Sauer

Noch ist der Zugang zur Burgruine Tannenfels in Baiersbronn gesperrt. Doch das könnte sich bald durch eine neue Treppe ändern.

Die Treppenanlage auf die Ruine Tannenfels in Obertal wird erneuert und so das historische Bauwerk wieder zugänglich gemacht. Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, grünes Licht für die entsprechende Ausschreibungen zu geben.

 

Die Kosten werden auf rund 75 000 Euro geschätzt. Die Burgruine Tannenfels wurde im 13. Jahrhundert vermutlich vom Grafen von Tannenfels erbaut und wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer. Nach der Zerstörung im 17. Jahrhundert wurde sie nicht wieder aufgebaut, so dass heute nur noch Ruinen erhalten sind.

Heute ist sie ein beliebtes Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte, doch aufgrund erheblicher Mängel musste die Bestands-Treppe gesperrt werden. „Aktuell ist dort eine sehr steile Treppe in kritischem Zustand vorhanden, seit 2016 gibt es Pläne, die nun unter praktischen und finanzierbaren Gesichtspunkten ausgearbeitet wurden“, erklärte Bauamtsleiter Daniel Armbruster.

Treppenstufen in Gitterausführung

Geplant sei, nicht mehr eine Treppe am Stück zu errichten, sondern aufgrund der Steilheit diese durch mehrere Plateaus zu entschärfen. Die eigentliche Treppe soll aus Metall gefertigt werden, die Treppenstufen in Gitterausführung. Aus optischen Gründen sollen diese mit einer seitlichen Verkleidung aus Holzwangen versehen werden.

Gemeinderat Ingo Christein (CDU) bemängelte das aktuelle Umfeld der Ruinenanlage und wünschte sich, dass in Zukunft ein Pflegekonzept erstellt werde. Weiterhin bat er darum, die Ruine in die touristische Vermarktung zu nehmen, um auch wieder Veranstaltungen dort stattfinden zu lassen.

Kulturelle Veranstaltungen sollen wieder stattfinden

„Ich denke, wenn die Treppe wieder nutzbar ist, gibt es dort oben auch wieder Veranstaltungen“, sagte Bürgermeister Michael Ruf. In Zukunft wolle man sich wieder verstärkt um die Pflege kümmern und auch den Forst mit ins Boot nehmen.

„Wir in Obertal freuen uns, wenn die Treppe wieder in Stand gesetzt wird und ich bin sicher, dass dann auch wieder kulturelle Veranstaltungen dort stattfinden“, sagte Gemeinderätin Maike Weiss (CDU). Sie betonte, dass die Obertaler Vereine hier sicher aktiv werden.

Auf die Frage von Gemeinderat Yannik Seiferling (CDU) nach der Haltbarkeit der Treppe erklärte Bauamtsleiter Daniel Armbruster, dass eigentlich eine Variante komplett aus Aluminium favorisiert gewesen sei, da diese deutlich länger halte. „Hier hätten die Kosten bei rund 300 000 Euro gelegen. Nun haben wir einen Kompromiss zwischen Haltbarkeit und Finanzierbarkeit gefunden, der gut ist“, sagte Armbruster.