Auf dem ehemaligen Gewerbeareal in der Oberschwandorfer Ortsmitte sollen sechs Mehrfamilienhäuser entstehen. Foto: Uwe Priestersbach

Es geht etwas in Sachen Gutekunst-Areal: Mit dem Bebauungsplan Kapf-Waldach-Areal in Oberschwandorf soll in der Ortsmitte ein urbanes Mischgebiet entwickelt werden.

Einstimmig gab der Haiterbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für den aktuellen Entwurf des Bebauungsplanes. Im nächsten Schritt ist nun die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die Anhörung der Behörden und Träger öffentlicher Belange vorgesehen.

 

Bereits seit einigen Jahren beschäftigen sich der Haiterbacher Gemeinderat und der Ortschaftsrat Oberschwandorf mit dem sogenannten Gutekunst-Areal in Oberschwandorf, wo einst Möbel aus dem Schwarzwald hergestellt wurden. Wie Bürgermeister Andreas Hölzlberger jetzt unterstrich, sei es erklärtes Ziel, „die Gewerbebrache zu einem Schmuckstück in der Ortsmitte zu entwickeln“.

„Bedeutender Schritt“ in Richtung zukunftsfähige Stadtentwicklung

Anfang des Monats wurde der Baubauungsplan-Entwurf dem Oberschwandorfer Ortschaftsrat und dem Technischen Ausschuss des Gemeinderats im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung vorgestellt. Dabei wurde festgestellt, dass Oberschwandorf eine harmonische Balance zwischen Wohnen, Natur und Wirtschaft biete – was den Ortsteil zu einem attraktiven Standort in der Gesamtstadt Haiterbach mache.

Und so wird die Realisierung des Bebauungsplans als bedeutender Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung gesehen – denn diesen Anforderungen will ein Investor nachkommen, um auf dem ehemaligen Gewerbeareal dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.

Flexible Nutzung der geplanten Wohnungen

Durch die Errichtung von Geschosswohnungsbauten soll eine nachhaltige Nachverdichtung und Innenentwicklung gefördert werden. Geplant sind in der städtebaulichen Konzeption insgesamt sechs Mehrfamilienhäuser mit jeweils drei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss mit Flachdach und Dachbegrünung.

Gedacht wird an Alltagswohnungen, Mitarbeiterwohnen und betreutes Wohnen, wobei der Investor durch flexible Nutzung der Wohnungen den örtlichen Bedarf decken möchte. Einen wichtigen Bestandteil des neuen Quartiers soll ein zentraler Quartiersplatz bilden, der als gemeinschaftlicher Treff- und grüner Mittelpunkt dient. Der vorgeschriebene Stellplatznachweis soll überwiegend durch eine Tiefgarage erbracht werden.

Maßnahmen im Uferbereich sind nötig

Beachtet werden muss allerdings der Umstand, dass sich das Plangebiet teilweise am Überschwemmungsbereich der Waldach befindet. Um den Herausforderungen der Hochwassergefahr zu begegnen, sind Maßnahmen im Uferbereich vorgesehen, die zur Sicherheit der neuen Wohnnutzungen beitragen. So soll ein Areal entlang der Waldach als Retentionsraum gestaltet werden, wodurch wertvolle naturnahe Freiräume entstehen werden.