EIne Simulation des Neckarbades in Bad Nierdernau von Laura Deuringer Foto: HFR

32 Studierende des sechsten Semesters des Studienganges Nachhaltiges Regionalmanagement der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) haben sich im Sommersemester mit der Planung eines Naturfreibades am Neckar beschäftigt.

Rottenburg - Eine von den Studierenden organisierte Onlineumfrage unter 206 Teilnehmern hatte ergeben, dass ein hohes Interesse am Baden in naturbelassenen Gewässern bestehe. Derzeit gibt es in Rottenburg nur das Freibad als offizielle Bademöglichkeit im Sommer. Aufgabe war es daher, zwischen Schwalldorf und Hirschau einen geeigneten Standort für ein Naturfreibad zu finden, der sowohl den naturschutzfachlichen Anforderungen genüge trägt als auch attraktiv für die Badegäste ist.

Das neue Neckarfreibad soll sowohl einen Liegebereich mit Sandstrand, einen Kiosk beziehungsweise ein Strandcafé mit Terrasse als auch genügend Fahrradabstellplätze beinhalten. Von den Studierenden wurden mehr als zehn verschiedene Standorte untersucht. Bei der Standortfindung spielten Faktoren wie bestehende Schutzgebiete, Eingriff in Natur und Umwelt, mögliche Veränderungen des Landschaftsbildes, Erreichbarkeit und ÖPNV-Anbindung eine wichtige Rolle.

Als zwei mögliche geeignete Standorte kristallisierten sich das Neckarufer "Beim Preußischen" am westlichen Stadtrand von Rottenburg und im Bereich der Neckarinsel in Bad Niedernau heraus. "Für Bad Niedernau spricht die lange Tradition des Ortes als Kur- und Badeort und für den Standort ›Beim Preußischen‹ spricht die Nähe zur Kernstadt und ein geringes Konfliktpotenzial bezüglich den Anforderungen des Naturschutzes", so Thomas Gottschalk, der die Arbeiten der Studenten im Fach Landschaftsplanung betreute.

Die Studierenden hoffen jetzt natürlich auf eine recht baldige Umsetzung ihrer Planung durch die Stadt Rottenburg.