Das Strasser-Areal soll ein neues Gesicht bekommen. Foto: Eyckeler

Die Balinger Wohnbaugenossenschaft informiert im Gespräch mit unserer Redaktion über die Pläne auf dem Strasser-Areal. Viele Interessenten haben sich schon gemeldet.

Die Stadt Balingen bezeichnet das Strasser-Areal an der Eyach gerne als „städtisches Filetstück“. Entsprechend schön und effizient will man das liebgewonnene Areal nun gestalten.

 

Die Balinger Wohnbaugenossenschaft hat sich mit ihrem Konzept vor einer Fachjury durchgesetzt. Wir haben mit Matthias Aigner, Vorstandsvorsitzender, und Andrea Scherer, Vorständin, über die Pläne der Wohnbau für das „Filetstück“ gesprochen.

13 Stimmen für die Wohnbau

„Wir sind uns über die Bedeutung dieses prominenten Platzes in Balingen bewusst und besonders stolz darauf, dass wir mit unserem Konzept überzeugen konnten“, sagt Aigner im Gespräch.

Die Bewertungsjury aus Mitgliedern des Gemeinderates, der Verwaltung und externen Fachplanern stimmte laut Aigner mit 13 Stimmen für das Wohnbaukonzept – bei einer Nein-Stimme.

Die Bagger rollen deswegen aber noch nicht an. Man befinde sich erst am Anfang eines langen Prozesses. Dazu sei noch nichts in trockenen Tüchern, betonen die Verantwortlichen bei der Wohnbaugenossenschaft.

Gemeinderat entscheidet im Juni

Alle vier Konzepte können vom 5. bis 12. März im Rathausfoyer begutachtet werden. Am 28. April, 19 Uhr, ist eine Informationsveranstaltung in der Stadthalle geplant. Der Gemeinderat entscheidet erst im Juni über die Vergabe.

Dennoch: Die Wohnbaugenossenschaft wurde bereits von privaten und gewerblichen Interessenten angesprochen. So haben unter anderem das b2 sowie die evangelische Heimstiftung schon Interesse bekundet.

Das Konzept sieht einen dreiteiligen L-Bau auf dem Gelände vor mit einer großzügigen Freifläche. Das Erdgeschoss soll für Gewerbe zur Verfügung stehen, darüber sollen 36 Wohnungen entstehen. „Bei Bedarf und auf Wunsch könnte man auch Arztpraxen realisieren“, ergänzt Aigner. Beim Material will man auf einen hybriden Bau aus Holz und Beton setzen. Fensterfronten sollen an allen Häuserfronten entstehen.

Einzug schon Ende 2029?

Sollte alles im Interesse der Genossenschaft laufen – der Gemeinderat gibt grünes Licht, Bebauungsplan und Baugenehmigungen werden erteilt –, könnten sich die Verantwortlichen vorstellen, dass im Jahr 2028 mit dem Bau begonnen werden kann. Einzug wäre dann womöglich schon Ende 2029 möglich. „Das ist aber alles noch Zukunftsmusik“, stellen Aigner und Scherer klar.

Deswegen können sie auch heute noch keine konkreten Angaben zu Mietpreisen machen. „Wir setzen uns als Genossenschaft natürlich das Ziel, auf dem Markt vergleichsweise günstigere Mieten anbieten zu können“, sagt Aigner. Das will man auch hier so handhaben.

Geschätzte Kosten: 20 Millionen Euro

Aber Bauprojekte müssten auch finanziert werden. Nach heutigem Stand rechnet die Baugenossenschaft mit Baukosten in Höhe von 20 Millionen Euro. „Man muss auch realistisch sein. Das bedeutet, dass mögliche Neubauwohnungen an diesem Standort nicht in die billigste Kategorie in Balingen fallen werden“, so Aigner.

Noch wird viel Wasser die Eyach hinunterfließen, ehe eine Entscheidung zur Vergabe getroffen wird. Bei der Wohnbau in Balingen ist man aber optimistisch, diese in Balingen bedeutsame Aufgabe meistern zu können. Im Juni wird der Gemeinderat seine Entscheidung treffen.