Das Alpirsbacher Rathaus muss saniert werden. Foto: Stadt Alpirsbach

Die Stadt Alpirsbach muss ihr Rathaus sanieren. Die Verwaltung beabsichtigt, in die ehemaligen Verwaltungsgebäude auf dem Hetal-Areal umzuziehen.

Den Erwerb des Hetal-Areals mit den beiden ehemaligen Verwaltungsgebäuden bezeichnete Stadtbaumeister Rudolf Müller in der jüngsten Sitzung des Alpirsbacher Gemeinderats als wahren Glücksfall. Denn das Rathaus sei sanierungsbedürftig und in absehbarer Zeit müsse auch noch die Heizung erneuert werden. Eine Wärmedämmung an dem Fachwerkhaus anzubringen sei schwierig und die nicht vorhandene Barrierefreiheit ein großes Problem. Auch sei es kaum möglich, einen Aufzug einzubauen.

 

Am neuen Standort sind viele Investitionen nötig

Ein Umzug in die Gebäude auf dem Hetal-Areal sei, wie schon in vorangegangenen Sitzungen besprochen, sinnvoll, sagte Müller. Er wies aber auch auf notwendige Umbaumaßnahmen hin. Laut Stadtbaumeister sind zwar beide Verwaltungsgebäude auf dem Hetal-Areal unterkellert, doch nur ein großer Raum kann als Archiv oder Lager uneingeschränkt genutzt werden. Die anderen Kellerräume haben Buntsandsteinmauern, die wegen der damit verbundenen Feuchtigkeit nur eingeschränkt nutzbar sind.

Müller könnte sich vorstellen, die Tourist-Info in das Haus des Gastes zu verlegen, um mit ihr und der Bücherei das Gebäude besser zu nutzen. Mit dieser Lösung könnten auch Mietzahlungen eingespart werden. Zudem wäre eine bessere Anbindung zum Bahnhof und den Bushaltestellen gewährleistet.

Wärmepumpe muss installiert werden

Müller stellte dann die Planung für die Gebäude auf dem Hetal-Areal vor. Er wies darauf hin, dass die Gebäude keine eigene Heizung haben, weshalb eine starke Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage installiert werden müssten. Auch technische Veränderungen seien erforderlich wie eine EDV-Verkabelung und teilweise neue Elektroinstallationen. Laut Kostenschätzung sind auch eine Fassadendämmung und der Austausch der Fenster vorgesehen.

Die Kosten für diese Maßnahmen bezifferte Müller auf etwa 3,2 Millionen Euro. Da das Areal im Sanierungsgebiet liegt, besteht laut Müller eine Chance auf Fördermittel. Zudem könnte auch mit Mitteln aus dem Ausgleichsstock gerechnet werden. Sollten entsprechende Fördermittel fließen, verblieben bei der Stadt etwa 1,2 Millionen Euro an Kosten.

Zukunft des Rathauses muss noch geklärt werden

Die Frage von Bürgermeisterin Vanessa Schmidt nach einem Trauzimmer bejahte Müller. Entsprechende Räume seien vorhanden.

Joachim Hermann (ZfA) wollte zunächst geklärt haben, was mit dem alten Rathaus geschehen soll, zumal dieses ja auch stadtprägend sei und zentral liege. Wie Müller erklärte, sei der Verkauf des alten Rathauses Voraussetzung für den Umbau des neuen Rathauses.

Norbert Beck konnte sich vorstellen, dass sich eine Gruppe wie bereits für den Kurgarten nun auch hier für ein Nutzungskonzept engagieren könnte.

Bedenken hinsichtlich der Finanzierung

Thomas Römpp (FWV) regte an, nicht nur über die Zukunft des derzeitigen Rathauses nachzudenken, sondern auch die angrenzenden Gebäude in die Überlegungen mit einzubeziehen und alle als Ensemble zu betrachten. Für den Stadtbaumeister eine Anregung, die er aufnehmen werde, wie er sagte, zumal derartige Gebäude oftmals unter Denkmalschutz stehen.

Rolf Knöpfle (UBL) äußerte bedenken hinsichtlich der Finanzierung für das alte Rathaus.

Zwecks Sanierung der Gebäude auf dem Hetal-Areal zur Nutzung als Rathaus soll die Verwaltung mit Ausführungsplanung und Statik beauftragt werden. Zudem soll ein Nutzungskonzept für das bestehende Rathaus entwickelt werden. Das endgültige Konzept soll dem Gremium dann zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Der Entwurfsplanung stimmte der Gemeinderat geschlossen zu.