Im ehemaligen Dialysezentrum plant die Duale Hochschule neue Hörsäle ein. Foto: Daniela Schneider

Die Duale Hochschule bündelt ihre Fakultät Sozialwesen am Standort Schramberger Straße. Wie genau, das wurde jetzt im Ratsausschuss erklärt. Der Standort an der Bürkstraße 1 wird aufgegeben. Wie es dort weitergeht, ist noch offen.

Die Duale Hochschule plant, am Standort Schramberger Straße weitere Hörsäle der Fakultät Sozialwesen unterzubringen. Geplant ist dies im ehemaligen Dialysezentrum.

 

Notwendig wird das, weil die Räume in der Bürkstraße 1, die bislang von der Fakultät genutzt werden, nicht mehr zur Verfügung stehen. Erstens sind sie sanierungsbedürftig. Und zweitens und entscheidend: Die Stadt hat dieses Gebäude 2023 gekauft und derzeit ist – auch abhängig von den Planungen für die künftige Nutzung des Rössles – noch offen, was weiter damit geschehen wird.

Hochschule „muss raus“

Für die Duale Hochschule stehen die Vorzeichen unterdessen klar auf Auszug aus dem Gebäude. Bereits im Juli hatte eine Vertreterin der zuständigen Behörde Vermögen und Bau erklärt, dass man damit plane, „raus zu müssen.“

Man befinde sich deswegen „in letzten Abstimmungen, wie die in der Bürkstraße 1 wegfallenden Bedarfe an anderer Stelle durch eine Erweiterung des Flächenangebots bis auf weiteres kompensiert werden können.“ Mittlerweile ist nun klar: Es läuft auf den Standort Schramberger Straße hinaus. Hier, wo die Hochschule über ein großes Gebäude für den Studienbetrieb verfügt, wo nebenan vor vier Jahren ein neues Wohnheim für Studierende eröffnet wurde und wo die Hochschule bereits seit Langem im ehemaligen Dialysezentrum im Gebäude Schramberger Straße 28 Räume für verschiedene Zwecke nutzt, will man den Bereich der Fakultät Sozialwesen integrieren, der bislang an der Bürkstraße untergebracht war.

Im Erdgeschoss des Ex-Dialysezentrums sollen dafür im Erdgeschoss acht Hörsäle für zusätzlich circa 280 Studierende und dazugehörige Sanitärbereiche im Untergeschoss entstehen. Eine in dem Gebäude bestehende Wohngemeinschaft mit elf Zimmern muss dafür allerdings weichen. Bauherr der Maßnahme ist das Land, Eigentümer und Vermieter der Immobilie das Studierendenwerk.

15 Jahre anberaumt

Das Mietverhältnis ist auf die Dauer von zehn Jahren mit einer Option auf eine fünfjährige Verlängerung ausgelegt. Der Gemeinderat musste für das Vorhaben über eine dafür notwendige, zunächst auf maximal 15 Jahre befristete Änderung des Bebauungsplans zustimmen, was er auch tat.

In der Sitzungsvorlage erfuhren die Räte unterdessen auch noch, dass „bis zum Ablauf des Mietverhältnisses eine Entscheidung über die weitere Entwicklung der Hochschullandschaft in Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Vermögen und Bau und der Stadt Villingen-Schwenningen erarbeitet werden“ soll.

Bürkstraße im Blick

Nicola Schurr (SPD) erklärte für seine Fraktion im Hinblick auf die Pläne für die Schramberger Straße: „Wir begrüßen das.“ Gleichzeitig regte er an, für die frei werdenden Räumlichkeiten in der Bürkstraße 1 eine sinnvolle neue Nutzung anzustreben – denkbar seien da ja zum Beispiel auch Studentenwohnungen.

Oberbürgermeister Jürgen Roth dankte für den Hinweis und verwies im Übrigen darauf, dass für die weitere Planung eine Entscheidung des Gremiums in Sachen Rössle die Weichen stellen werde – auch für die künftige Nutzung der Bürkstraße 1.

Hierüber soll im November weiter gesprochen werden.