Das Landestheater Schwaben gastierte mit einem Klassiker der Kinderbuchliteratur, „Pippi Langstrumpf“, in der voll besetzten Festhalle. Und dort war die Welt widdewiddewie sie allen gefällt.
Großes Spektakel für kleine Leute: Pippi Langstrumpf war zu Gast in Ebingen. Die Festhalle war voll besetzt mit erwartungsfrohen Gästen. Im Übrigen nicht nur mit ganz jungen, sondern durchaus auch mit älteren.
Das Landestheater Schwaben hatte Pippi, das Mädchen mit den roten Zöpfen, für eine gut einstündige Aufführung nach Ebingen gebracht. Mit an Bord: Annika und Tommy, Fräulein Prysselius, Herr Nilsson und der kleine Onkel. Die Kinder im Saal fieberten mit Pippi mit. Als sie allein in die Villa Kunterbunt einzog. Als sie ihre Freunde kennenlernte und in der Schule „Plutimikation“ übte sowie beim Jahrmarktbesuch eine runde Goldtaler schmiss.
Die Inszenierung des jungen Landestheaters Schwaben aus Memmingen zeigte auf, dass die Geschichten um das stärkste Mädchen der Welt einfach zeitlose Klassiker voll Wärme, Lebensweisheit und Klugheit sind. Und Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf, die Tochter des Seeräuberkapitäns, brachte ordentlich Schwung auf die Ebinger Theaterbühne. Denn Delia Rachel Bauen verkörperte die unkonventionelle Pippi, die auf Konventionen und Zwänge pfeift, glaubwürdig und voller Fröhlichkeit. Ihr zur Seite: Marie Lemmle als Annika und Tim Woody Haake als Tommy. Carlina Haas und Joël Dufey hatten gleich mehrere Rollen inne und meisterten diese Herausforderung exzellent.
Regisseurin Alice Asper hatte sich eng an das Original Astrid Lindgrens gehalten – sehr zur Freude der Pippi-Fans im Saal. Überaus gelungen die Ausstattung von Maike Häber. Das Bühnenbild erinnerte an ein kunterbuntes, überdimensionales Spielhaus, ausgestaltet mit viel Liebe zum Detail.
Alles in allem bescherte das Landestheater Schwaben Jung und Alt einen gelungenen Theaternachmittag.