Glücklich über glückliche Gesichter: Kurt Schmalz. Foto: Schmalz

Zusammen mit Landessozialminister Manfred Lucha zog der geschäftsführende Gesellschafter Kurt Schmalz ein positives Fazit zum Pilotprojekt betriebliches Impfen. 550 Mitarbeiter des Glattener Unternehmens hatten an vier vollen Impftagen und einem Nachholtermin ihre Erstimpfung erhalten.

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Glatten - Online tauschten sich Sozialminister Manne Lucha (Bündnis 90/Die Grünen) und Kurt Schmalz über die Erfahrungen zum betrieblichen Impfen aus. Einen persönlichen Besuch in den Glattener Betriebsräumen versprach Lucha für diesen Sommer. Schmalz war mit elf weiteren Unternehmen Teil des Pilotprojekts "Impfen im Mittelstand", das das Landessozialministerium in Zusammenarbeit mit der IHK auf den Weg gebracht hatte.

Mit Betriebsarzt Stefan Kreidler, einem weiteren Mediziner und dem 15-köpfigen Ersthelferteam der Firma Schmalz ging die Erstimpfung von 550 Beschäftigten im Unternehmen reibungslos über die Bühne. Kurt Schmalz berichtete von ausschließlich glücklichen Gesichtern bei den Geimpften und keinerlei Komplikationen.

Lucha dankte Schmalz für die Teilnahme nicht nur in seiner Funktion als Familienunternehmer und geschäftsführender Gesellschafter, sondern auch als Vizepräsident der IHK. Die gute Kooperation biete optimale Voraussetzungen, um auf den offiziellen Start der Betriebsimpfungen am 7. Juni gut vorbereitet zu sein und von den Erfahrungen zu profitieren.

Unbürokratischer Weg

Lucha nannte die Arbeit des Unternehmens Schmalz bei diesem Pilotprojekt eine "kollektive Meisterleistung" und plädierte dafür, diesem "Best-Practice-Modell" nachzueifern. "Wir haben gezeigt, wie es geht und dass es geht", freute sich Lucha, der nach eigener Aussage auch bei seinen weiteren Besuchen – teils online – der am Projekt beteiligten Unternehmen nur glückliche Menschen zu sehen bekam. Lucha sprach auch über das große Miteinander der "Blaulichtfamilie", der Ärzte und Impfzentren, die die Impfkampagne perfekt funktionieren ließen, bedauerte aber, dass aktuell zu wenig Impfstoff vorhanden sei.

Bis zum 21. Mai konnten die Unternehmen für die betrieblichen Impfungen ihre Bestellungen beim Bundesministerium platzieren. 800 Dosen seien pro Firma vorgesehen, allerdings könne die Verteilung erst erfolgen, sobald die Anmeldungen ausgewertet seien, so Lucha. Außerdem warte man momentan noch auf die Freigabe des Impfstoffs von Curevac, von dem Baden-Württemberg eine große Menge reserviert habe. Derzeit laufe bei dem Tübinger Unternehmen, das in Heidelberg produziert, die letzte Studie, während gleichzeitig die Produktion in den Startlöchern stehe.

Er sei sich bewusst, so der Sozialminister, dass man den zwölf am Pilotprojekt teilnehmenden Betrieben einiges zugemutet habe, um binnen Kürze alles in die Wege zu leiten. Gelungen sei dies auf unbürokratischem Weg, wofür auch Kurt Schmalz dankte. Er will die gewonnenen Kenntnisse gerne anderen Unternehmen im Rahmen einer Online-Fragestunde zur Verfügung stellen. Lucha wiederum sieht darin einen "Schneeballeffekt", der gebraucht werde und vor allem Gemeinsinn schaffe.

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